In mehreren Bundesländern soll Erste Hilfe künftig ein fester Bestandteil des Schulunterrichts werden. Ab dem Jahr 2026 wird Wiederbelebungsunterricht zur Pflicht – zunächst in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Saarland ist das Thema bereits Teil des Lehrplans.
Auch Bayern plant konkrete Schritte: Schülerinnen und Schüler sollen ab der 7. oder 8. Klasse alle zwei Jahre gezielt in Erster Hilfe geschult werden. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Anwendung, insbesondere der Herz-Druck-Massage. Ziel ist es, dass junge Menschen während ihrer Schulzeit mehrfach lebensrettende Maßnahmen üben und im Ernstfall beherzt eingreifen können.
Doch nicht nur ältere Schülerinnen und Schüler sollen profitieren: Auch Grundschulkinder sollen laut bayerischem Kultusministerium behutsam an das Thema herangeführt werden – etwa durch Programme von Hilfsorganisationen, die altersgerecht über Notfälle aufklären und erste Handgriffe vermitteln.
Mediziner und Notfallhelfer begrüßen den Vorstoß: In Ländern mit verpflichtendem Erste-Hilfe-Unterricht sei die Überlebensrate nach Herzstillständen signifikant höher, da mehr Laien rechtzeitig eingreifen. Durch die geplanten Reformen soll Deutschland künftig zu diesen Vorreitern gehören – und das Klassenzimmer zum Ort werden, an dem Leben retten gelernt wird.