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Debatte um flexiblere Arbeitszeiten: Sozialpartner im Dialog – Kritik von Gewerkschaften

u_h0yvbj97 (CC0), Pixabay

Im Rahmen des neu gestarteten Sozialpartnerdialogs beraten derzeit Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Politik über die zukünftige Gestaltung der Arbeitszeit in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der Vorschlag von Union und SPD, die bisher geltende tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer flexibleren Wochenarbeitszeitregelung aufzuweichen.

Die Idee: Weniger starre Tagesgrenzen, mehr Freiheit bei der Verteilung der Wochenstunden – um Beschäftigten mehr Spielraum für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit zu ermöglichen. So könnten etwa längere Arbeitstage an einzelnen Tagen mit freien Nachmittagen oder ganzen freien Tagen kompensiert werden.

Doch es regt sich deutlicher Widerstand. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi kritisierte im Bayerischen Rundfunk, der Vorstoß komme zur falschen Zeit: „Was wir brauchen, ist kein laxeres, sondern ein schärferes Arbeitszeitgesetz – zum Schutz der Gesundheit und Rechte der Beschäftigten.“

Sie warnte davor, dass eine zu weitreichende Flexibilisierung vor allem den Interessen der Arbeitgeber diene und zu Dauerstress, unbezahlter Mehrarbeit und Belastungskollaps führen könne – insbesondere in Branchen ohne starke Betriebsräte.

Der Sozialpartnerdialog soll über mehrere Monate hinweg Vorschläge sammeln und Möglichkeiten ausloten, wie moderne Arbeitsmodelle rechtlich besser abgebildet werden können. Die Debatte berührt dabei zentrale Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt, von Homeoffice-Regelungen bis hin zu Schichtarbeit und digitalen Arbeitsformen. Ein Gesetzesentwurf könnte frühestens 2026 folgen.

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