Vom Flughafen Leipzig/Halle ist am Vormittag ein weiterer Abschiebeflug gestartet. Wie das Thüringer Migrationsministerium mitteilte, wurden mit der Maschine insgesamt 43 vollziehbar ausreisepflichtige Personen in den Irak gebracht. Ziel des Fluges war die Hauptstadt Bagdad.
Die Maschine hob um 10:52 Uhr ab, wie aus Flugdaten des Portals Flightradar24 hervorgeht. Der Abschiebeflug wurde laut einem dpa-Fotografen von der Polizei vor Ort abgesichert. Details zu den Abgeschobenen – etwa zu Herkunftsregionen, Familienkonstellationen oder möglichen Voraufenthalten – wurden zunächst nicht bekannt.
Der Flug reiht sich ein in eine Serie verstärkter Rückführungsmaßnahmen. Bereits am vergangenen Freitag hatte es einen Abschiebeflug nach Afghanistan gegeben – ebenfalls vom Flughafen Leipzig aus.
Die jüngsten Flüge sorgen politisch und gesellschaftlich für Diskussionen: Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Abschiebepraxis regelmäßig, insbesondere bei Rückführungen in Krisenländer. Die Bundesregierung betont hingegen, dass es sich um rechtlich geprüfte, vollziehbare Ausreisen handle.
Wie viele weitere Rückführungen in den kommenden Wochen geplant sind, ist derzeit unklar. Klar ist jedoch: Leipzig entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Flughafen für bundesweite Sammelabschiebungen.