In New Jersey laufen derzeit Ermittlungen gegen einen Fahrer, der offenbar absichtlich eine Gruppe Gänse überfahren hat. Der Vorfall ereignete sich am 14. Juli gegen 18:45 Uhr in Spotswood. Sieben Gänse wurden dabei getötet – der Fahrer flüchtete vom Tatort. Die Polizei untersucht Überwachungsvideos und bittet mögliche Zeugen um Hinweise.
Absicht oder Unfall?
Noch ist unklar, ob der Fahrer die Tiere gezielt überfahren hat. Sollte sich jedoch Vorsatz bestätigen, droht eine Anklage nach Bundes- und Landesgesetzen. Denn Gänse – insbesondere die weit verbreitete Kanadagans – sind durch das Migratory Bird Treaty Act von 1918 geschützt. Dieses Gesetz verbietet es, Zugvögel mutwillig zu verletzen oder zu töten.
„Wir nehmen Vorfälle mit Wildtieren sehr ernst, vor allem wenn der Verdacht auf absichtliche Tötung besteht“, betonte Polizeikapitän Edward Schapley.
Ein verbreitetes Problem mit tragischen Folgen
Solche Vorfälle sind leider keine Seltenheit. Immer wieder werden in den USA Tiere durch Fahrzeuge getötet – oft versehentlich, manchmal jedoch auch gezielt. Allein in den USA sterben laut einer Studie jährlich Millionen Vögel im Straßenverkehr. Bei größeren Tieren wie Hirschen kommt es jährlich zu bis zu zwei Millionen Kollisionen, mit mehr als 200 Todesfällen und immensen Sachschäden.
Was tun, wenn Tiere auf der Straße sind?
Wildtierorganisationen und Behörden raten dringend davon ab, in eine Tiergruppe hineinzufahren. Folgende Verhaltensregeln gelten:
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Sicherheit geht vor: Nur anhalten, wenn es gefahrlos möglich ist.
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Bremsen statt ausweichen: Nicht abrupt ausweichen, sondern kontrolliert abbremsen.
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Licht und Hupe einsetzen: Blinken, Hupen oder Lichtsignale können Tiere vertreiben.
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Nicht aussteigen: Besonders bei größeren oder aggressiven Tieren ist Zurückhaltung wichtig.
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Kollision melden: Bei Unfällen sollten Polizei oder Naturschutzbehörden informiert werden.
Bei kleinen Tieren wie Schildkröten kann – mit Vorsicht – eine sichere Hilfe geleistet werden, z. B. mithilfe einer Unterlage.
Wildtierschutz – auch auf der Straße
Zunehmend setzen US-Bundesstaaten auf bauliche Lösungen wie Wildtierbrücken und -tunnel. Diese ermöglichen Tieren eine sichere Straßenüberquerung und sollen das Risiko für Mensch und Tier senken. Schilder, die auf Wildwechsel hinweisen, sensibilisieren zusätzlich.
Fazit: Respekt vor Tier und Gesetz
Der Fall in New Jersey zeigt erneut, wie schnell aus einem vermeintlich kleinen Vorfall eine Straftat werden kann. Der Schutz von Wildtieren endet nicht im Nationalpark – auch auf der Straße gilt: Rücksicht, Vorsicht und Respekt sind gefragt. Wer Tiere absichtlich verletzt, handelt nicht nur grausam, sondern gesetzeswidrig.