Der italienische Nachwuchsradfahrer Samuele Privitera ist im Alter von nur 19 Jahren an den Folgen eines schweren Sturzes beim Giro della Valle d’Aosta gestorben. Wie sein Team Hagens Berman Jayco am Mittwochabend bestätigte, verunglückte Privitera während der Abfahrt der ersten Etappe des renommierten U23-Rennens in Norditalien tödlich.
Laut italienischen Medien verlor Privitera bei dem Sturz seinen Helm und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen ein Absperrgitter. Er wurde noch ins Krankenhaus eingeliefert, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Die Behörden haben Ermittlungen zum genauen Unfallhergang eingeleitet.
Teamchef Axel Merckx, Sohn der belgischen Radsportlegende Eddy Merckx, zeigte sich tief erschüttert:
„Samuele war – und wird immer – die Seele und das Herz dieses Teams bleiben. Wir sind eine kleine Familie, und so ein Verlust ist unvorstellbar.“
Aus Respekt vor dem tödlich verunglückten Fahrer wurde die zweite Etappe des Rennens, das nahe der französischen Grenze im Aostatal stattfindet, abgesagt. Der Giro della Valle d’Aosta gilt nach dem Giro Next Gen als das bedeutendste Etappenrennen für U23-Fahrer in Italien und zieht jedes Jahr junge Talente aus aller Welt an.
Auch der slowenische Top-Fahrer und aktuelle Träger des Gelben Trikots bei der Tour de France, Tadej Pogačar, gedachte Privitera nach seinem Sieg in der 12. Etappe:
„Ich habe die Nachricht heute früh gelesen, und in den letzten Kilometern musste ich an ihn denken. Dieser Sieg ist ihm und seiner Familie gewidmet.“
Die Radsportwelt trauert um einen Fahrer, der noch ganz am Anfang einer vielversprechenden Karriere stand. Zahlreiche Teams, Fans und Profis bekundeten online ihr Beileid. Der tragische Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Abfahrten im Nachwuchsrennsport auf.