Was auch immer in den geheimen Akten zum Fall Jeffrey Epstein steckt – es muss Präsident Donald Trump gewaltig unter Druck setzen. In einem wütenden Social-Media-Post hat er am 16. Juli seine eigene MAGA-Anhängerschaft brüskiert und jene, die eine Veröffentlichung der Epstein-Akten fordern, als „dumm“ und „Schwächlinge“ bezeichnet.
Dass Trump – berüchtigt für seine Loyalität gegenüber loyalen Anhängern – so scharf gegen die eigene Basis schießt, ist ein beispielloser Vorgang. Noch beunruhigender ist, dass er damit gegen die Kernklientel seiner Bewegung wettert: Menschen, die jahrelang an Verschwörungen rund um einen globalen Sexhandelsring geglaubt haben, wie ihn viele Epstein zugeschrieben haben.
Einige prominente MAGA-Vertreter wie Laura Loomer fordern trotz Trumps Widerstand eine unabhängige Untersuchung und die Offenlegung der sogenannten „Client List“. Selbst Trump-nahe Republikaner wie Mike Johnson sprechen sich mittlerweile für Transparenz aus. Für Trump jedoch ist das Thema mittlerweile ein rotes Tuch – er nennt es eine „Demokraten-Falle“ und ein „langweiliges Märchen“.
Was bleibt, ist ein Präsident, der seine langjährige Anhängerschaft offen verspottet – in einem verzweifelten Versuch, ein Thema zu unterdrücken, das womöglich mehr mit ihm zu tun hat, als ihm lieb ist. Und das könnte selbst für Trump gefährlich werden. Denn wenn selbst eingefleischte MAGA-Anhänger wie Loomer anfangen, gegen ihn zu argumentieren, bröckelt das Fundament, auf dem er seine Macht aufgebaut hat.
Kurz gesagt: Wenn Trump seine eigene Basis „dumm“ nennt, dann ist etwas im Busch. Und zwar etwas, das selbst ihn ins Wanken bringen könnte.