Ein besonders grausamer Fall von Beziehungstat hat in Portugal für Entsetzen gesorgt – nun ist der Täter verurteilt: Ein 56-jähriger Mann wurde zu knapp 20 Jahren Haft verurteilt, weil er seine Lebensgefährtin mit einer tödlichen Mischung aus Weißwein und Batteriesäure vergiftet hat. Das Gericht sprach ihn des Mordes schuldig und sah keine Zweifel an seiner Täterschaft.
Die Tat war ebenso heimtückisch wie kaltblütig: Der Angeklagte hatte nach Überzeugung des Gerichts Batteriesäure in eine Flasche Weißwein gefüllt und diese in den Kühlschrank gestellt – wohl in der Absicht, dass seine 43-jährige Partnerin davon trinken würde. Die Frau tat genau das – und starb wenig später an schweren inneren Verätzungen.
Die drei Kinder des Opfers, die durch die Tat ihre Mutter verloren, erhalten laut Urteil ein Schmerzensgeld von insgesamt rund 200.000 Euro. Die emotionale und psychische Belastung sei für die Familie kaum in Worte zu fassen, betonte das Gericht.
Zum Motiv äußerte sich der Verurteilte während des Prozesses nur vage. Hinweise auf Eifersucht, Besitzdenken und Spannungen in der Beziehung wurden jedoch im Verfahren deutlich. Das Gericht stellte in seinem Urteil fest, dass der Mann die Tat geplant und kalt ausgeführt habe, ohne Reue zu zeigen.
Der Fall hatte in Portugal für große mediale Aufmerksamkeit gesorgt, auch weil die verwendete Tatwaffe – eine alltäglich wirkende Weinflasche – die tödliche Absicht so perfide verschleierte.
Mit dem Urteil setzt das Gericht ein klares Zeichen gegen häusliche Gewalt und Femizid, ein Thema, das auch in Portugal zunehmend in den Fokus rückt.