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Geländewagen versinkt in der Bleilochtalsperre – Fotostopp endet mit Totalschaden

max60500 (CC0), Pixabay

Was als entspannter Fotostopp in idyllischer Umgebung begann, endete für einen 64-jährigen Autofahrer in einem spektakulären Unfall: Sein Geländewagen versank am Mittwochabend in der Bleilochtalsperre im Saale-Orla-Kreis. Nach Polizeiangaben ereignete sich der Vorfall gegen Abend unterhalb des Wetterawegs in Saalburg-Ebersdorf.

Der Ablauf des Unfalls

Der Mann hatte seinen Geländewagen auf einer schrägen Ebene abgestellt, um die Aussicht an der größten Talsperre Deutschlands fotografisch festzuhalten. Doch während er sich seinem Motiv widmete, geschah das Unerwartete: Das Fahrzeug setzte sich plötzlich in Bewegung. Ohne Fahrer rollte der Wagen den Hang hinunter – direkt in die Bleilochtalsperre.

Innerhalb weniger Augenblicke versank der Geländewagen vollständig im Wasser. Der Fahrer, der sich in sicherer Entfernung befand, blieb unverletzt. Für sein Auto allerdings bedeutet der Vorfall aller Wahrscheinlichkeit nach einen Totalschaden.

Mögliche Ursache: unzureichende Sicherung

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass das Fahrzeug nicht ausreichend gegen Wegrollen gesichert war. Weder eine fest angezogene Handbremse noch ein eingelegter Gang schienen den Wagen an der abschüssigen Stelle zu halten. Solche Nachlässigkeiten sind gerade in Hanglagen besonders gefährlich, wie Verkehrsexperten immer wieder betonen.

Bergung gestaltet sich schwierig

Die Bergung des Geländewagens wird eine Herausforderung: Das Fahrzeug liegt nun vollständig unter Wasser. Um es aus der Talsperre zu holen, sind spezialisierte Taucher und schweres Gerät erforderlich. Dabei müssen nicht nur die technischen, sondern auch die ökologischen Aspekte beachtet werden, um Schäden am Gewässer zu vermeiden. Ein genauer Zeitpunkt für die Bergung wurde zunächst nicht genannt.

Hintergrund: Die Bleilochtalsperre

Die Bleilochtalsperre, auch als „Thüringer Meer“ bekannt, ist ein beliebtes Ziel für Naturfreunde und Wassersportler. Mit ihren tiefen Wasserflächen und steilen Uferzonen bietet sie eindrucksvolle Fotomotive – aber auch Gefahren, wenn Autos nicht korrekt gesichert werden. Fälle wie dieser sind selten, verdeutlichen aber die Risiken bei fehlender Vorsicht.

Polizei rät zu besonderer Sorgfalt

Nach dem Vorfall erinnert die Polizei Autofahrer daran, Fahrzeuge in abschüssigem Gelände unbedingt sorgfältig zu sichern:

  • Handbremse fest anziehen

  • Gang oder Parkmodus einlegen

  • Gegebenenfalls Unterlegkeile nutzen

Diese einfachen Maßnahmen können verhindern, dass harmlose Fotostopps in teuren oder sogar gefährlichen Situationen enden.

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