Analyse aus Anlegersicht – Chancen und Risiken
Der Jahresabschluss der Windpark Schenkelberg I GmbH & Co. KG für 2023 wirft einige wichtige Fragen auf. Die wesentlichen Kennzahlen zeigen Licht- und Schattenseiten, wobei die Schwächen klar dominieren.
Stärken
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Schrittweiser Schuldenabbau
Die Gesamtverbindlichkeiten wurden von 5,23 Mio. EUR auf 4,57 Mio. EUR reduziert. Das entspricht einem Rückgang um rund 12,7 % – ein positives Signal in Bezug auf die Entschuldung. -
Stabile Liquidität
Trotz hoher Verbindlichkeiten konnte das Guthaben bei Kreditinstituten bei 545.382 EUR relativ stabil gehalten werden (Vorjahr: 597.217 EUR). Angesichts der Belastungen ist dies ein kleiner Lichtblick.
Schwächen und Risikofaktoren
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Extrem niedrige Eigenkapitalbasis
Das Eigenkapital beträgt nur 389.824 EUR bei einer Bilanzsumme von 5,22 Mio. EUR – eine Eigenkapitalquote von 7,5 %. Das ist alarmierend niedrig und signalisiert ein erhebliches Insolvenzrisiko bei möglichen Ertragseinbußen. -
Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil
Mit 850.056 EUR (Vorjahr: 918.097 EUR) besteht ein massiver negativer Posten, der zeigt, dass die Kommanditisten bereits Verluste tragen mussten. Für Investoren ist das ein Warnsignal, dass Rückzahlungen oder Ausschüttungen auf absehbare Zeit nicht zu erwarten sind. -
Sinkendes Anlagevermögen
Der Rückgang des Sachanlagevermögens von 4,06 Mio. EUR auf 3,55 Mio. EUR deutet auf hohe Abschreibungen und möglicherweise sinkende Ertragskraft hin. Da die Windkraftanlagen den wesentlichen Werttreiber darstellen, ist dies kritisch. -
Hoher Fremdkapitalanteil bei langfristigen Verpflichtungen
Mehr als 4,54 Mio. EUR der Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von über einem Jahr. Für Anleger bedeutet das eine langfristige Bindung an ein Projekt mit schwacher Kapitalstruktur und geringem Eigenkapitalpuffer.
Fazit für Anleger
Positiv: Schulden wurden abgebaut, die Liquidität ist stabil.
Negativ: Die Eigenkapitalquote ist extrem niedrig, der Verlustanteil der Kommanditisten bleibt hoch, und die Anlagebasis sinkt. Hinzu kommt eine langfristige Fremdkapitalbindung.