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Warnung vor betrügerischen Hermes-Nachrichten: Polizei und Verbraucherschützer schlagen Alarm

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Aktuell kursieren wieder vermehrt betrügerische Nachrichten, die angeblich im Namen des Paketdienstleisters Hermes versendet werden. Die gefälschten Mitteilungen erreichen Verbraucherinnen und Verbraucher per SMS, E-Mail oder sogar über Messenger-Dienste. Inhaltlich täuschen die Kriminellen vor, es sei eine Paketlieferung unterwegs oder es müssten zusätzliche Versandgebühren gezahlt werden. Dahinter verbirgt sich jedoch eine perfide Betrugsmasche.

Täuschend echt – aber gefährlich

Die gefälschten Nachrichten enthalten in der Regel einen Link zu einer täuschend echt aussehenden Website, die der offiziellen Hermes-Seite stark ähnelt. Dort werden Nutzer aufgefordert, persönliche Daten einzugeben oder Zahlungsinformationen zu hinterlegen. Wer auf die Masche hereinfällt, riskiert nicht nur den Verlust sensibler Informationen, sondern auch finanzielle Schäden durch unautorisierte Abbuchungen oder Identitätsmissbrauch.

Typische Formulierungen in den Fake-Nachrichten lauten:

  • „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Bitte bestätigen Sie Ihre Adresse unter folgendem Link.“

  • „Für die Zustellung Ihres Pakets fallen zusätzliche Gebühren in Höhe von 1,79 € an. Jetzt bezahlen, um Verzögerungen zu vermeiden.“

  • „Ihr Hermes-Paket ist unterwegs. Verfolgen Sie Ihre Sendung hier.“

Hermes distanziert sich klar

Das Unternehmen Hermes selbst weist ausdrücklich darauf hin, dass es keine Zahlungsaufforderungen per SMS oder Messenger verschickt. Zudem werden keine vertraulichen Daten über Links abgefragt. Seriöse Benachrichtigungen zur Paketverfolgung oder Zustellzeit enthalten niemals Zahlungsaufforderungen.

So erkennen Sie Betrug und schützen sich:

  • Prüfen Sie die Absenderadresse: Betrüger verwenden oft kryptische oder leicht abgewandelte E-Mail-Adressen.

  • Klicken Sie keine Links an: Geben Sie Internetadressen manuell ein oder nutzen Sie die offizielle Hermes-App.

  • Zahlen Sie nichts über unbekannte Plattformen: Hermes fordert keine Nachzahlungen per SMS.

  • Melden Sie verdächtige Nachrichten: Verdachtsfälle können an die Polizei oder an phishing@hermesworld.com gemeldet werden.

  • Aktualisieren Sie Ihre Sicherheitssoftware: Ein aktueller Virenscanner kann vor schädlichen Webseiten warnen.

Fazit:
Die aktuellen betrügerischen Nachrichten im Namen von Hermes sind Teil einer Welle von sogenannten „Smishing“-Angriffen, bei denen SMS als Einfallstor für Phishing genutzt werden. Wer ein Paket erwartet, sollte besonders wachsam sein und sich bei Unsicherheiten immer direkt an den Paketdienstleister wenden. Im Zweifel gilt: besser einmal zu viel gelöscht als einmal zu viel geklickt.

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