Eine aktuelle Sicherheitsanalyse hat ergeben, dass 78 Prozent der weltweit verwendeten Passwörter mit einfachen Mitteln geknackt werden können. Besonders erschreckend: Selbst in sicherheitsrelevanten Bereichen wie Online-Banking, E-Mail-Konten oder beruflichen Netzwerken greifen Nutzerinnen und Nutzer weiterhin zu simplen Kombinationen wie „123456“, „Passwort“ oder dem eigenen Geburtsdatum.
Sicherheitsforscher sprechen von einem anhaltenden „Passwortproblem“, das durch Bequemlichkeit, Wiederverwendung von Zugangsdaten und fehlendes Bewusstsein für Cyberrisiken begünstigt wird. In der Untersuchung zeigte sich, dass viele Menschen auf gängige Wörter, Tastaturmuster oder persönliche Informationen setzen – allesamt ein gefundenes Fressen für sogenannte Brute-Force- und Wörterbuchangriffe.
Gefahr für Privatpersonen und Unternehmen
Besonders problematisch ist der sorglose Umgang mit Passwörtern in Unternehmen. Angreifer nutzen schwache Passwörter zunehmend, um sich Zugang zu internen Netzwerken zu verschaffen – oft mit verheerenden Folgen. Ransomware-Angriffe, Datendiebstahl und Erpressung sind nur einige der Szenarien, die durch unzureichenden Schutz begünstigt werden.
Empfehlungen: So schützen Sie sich besser
Experten raten dringend dazu, Passwörter regelmäßig zu ändern und für jeden Dienst ein eigenes, starkes Kennwort zu verwenden. Dabei sollten lange Kombinationen aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen gewählt werden. Noch sicherer wird es mit einem Passwort-Manager, der komplexe Passwörter speichert und automatisch ausfüllt.
Zusätzlich empfehlen Sicherheitsbehörden wie das BSI die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), wo immer sie verfügbar ist. Diese zusätzliche Schutzschicht macht es selbst im Falle eines kompromittierten Passworts deutlich schwieriger für Angreifer, Zugriff auf ein Konto zu erhalten.
Fazit: In einer zunehmend digitalisierten Welt ist der Schutz sensibler Daten wichtiger denn je – und beginnt beim Passwort.