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Postbank kämpft mit Phishing-Welle – Kunden melden dubiose Überweisungen nach Malta

essentialsky (CC0), Pixabay

Immer mehr Postbank-Kundinnen und -Kunden berichten von betrügerischen Kontobewegungen: Plötzlich sind mehrere tausend Euro vom Konto verschwunden – und landen auffällig oft bei Empfängern mit Konten in Malta. Der Verdacht: eine neue Welle gezielter Phishing-Angriffe, bei denen Kriminelle Zugangsdaten abgreifen und Überweisungen im Namen der Betroffenen durchführen.

Ungewollte Überweisungen, hilflose Kunden

Betroffene berichten, dass sie plötzlich Transaktionen in ihren Online-Kontoauszügen entdecken, die sie nie selbst autorisiert haben. Teils handelt es sich um Überweisungen von mehreren tausend Euro an unbekannte Empfänger mit Konten im Ausland, insbesondere auf die Mittelmeerinsel Malta – ein beliebtes Ziel für Geldwäsche, wie Experten erklären. Viele der Geschädigten fühlen sich von der Postbank im Stich gelassen: Rückmeldungen dauern lange, der Kundenservice ist überfordert, und die Erstattung des Schadens ist oft ungewiss.

Phishing als Ursache – aber wie sicher ist das System?

IT-Sicherheitsexperten vermuten, dass es sich in vielen Fällen um Phishing handelt: Über täuschend echt gestaltete E-Mails oder gefälschte Webseiten werden Kunden dazu gebracht, ihre Zugangsdaten preiszugeben. Diese werden anschließend für betrügerische Transaktionen verwendet – meist schnell und gezielt ins Ausland, wo das Geld kaum zurückverfolgt werden kann. Die Postbank selbst betont, dass ihre Systeme sicher seien und verweist auf Eigenverantwortung der Kunden im Umgang mit Online-Zugangsdaten.

Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert, dass Banken wie die Postbank nicht genug aufklären und technische Schutzmechanismen wie Transaktionsprüfung und Geo-Fencing nicht konsequent einsetzen. „Dass mehrfach Geld nach Malta fließt, ohne dass es automatische Warnsignale gibt, ist nicht nachvollziehbar“, heißt es vonseiten eines Verbraucherschützers.

Was Betroffene tun können

Wer Opfer eines solchen Betrugs wird, sollte sofort handeln:

  • Zugang zum Online-Banking sperren lassen

  • Anzeige bei der Polizei erstatten

  • Die Postbank umgehend informieren

  • Unberechtigte Zahlungen schriftlich reklamieren

  • Beweise (Screenshots, Mails, Kontoauszüge) sichern

Je schneller Betroffene reagieren, desto höher ist die Chance, dass ein Schaden begrenzt oder rückgängig gemacht werden kann.

Fazit: Die Betrugsfälle bei der Postbank zeigen erneut, wie ernst das Problem Phishing im Online-Banking geworden ist – und wie wichtig es für Banken wäre, nicht nur auf Eigenverantwortung zu setzen, sondern auch ihre Sicherheitssysteme auf den Prüfstand zu stellen. Wer Geld nach Malta überweist, sollte das freiwillig tun – und nicht, weil Kriminelle es für einen erledigen.

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