US-Präsident Donald Trump hat das vom Unwetter schwer getroffene Flutgebiet im Bundesstaat Texas besucht. Bei seinem Aufenthalt im besonders betroffenen Kerr County würdigte er den unermüdlichen Einsatz der Rettungskräfte und sprach den Angehörigen der Opfer sein tief empfundenes Beileid aus.
„Es ist eine schreckliche Situation. Unser Herz ist bei den Familien der Verstorbenen und bei allen, die noch auf Nachricht ihrer Angehörigen warten“, sagte Trump. Besonders hob er die Arbeit der lokalen und bundesstaatlichen Einsatzkräfte hervor, die unter schwierigsten Bedingungen Hilfe leisten.
Kritik an Behörden zurückgewiesen
Gleichzeitig reagierte Trump auf öffentliche Kritik am Krisenmanagement der lokalen Behörden. Berichte, wonach Warnungen vor der Sturzflut zu spät erfolgt seien, wies der Präsident entschieden zurück. Man habe laut Trump „nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“.
Die Flutkatastrophe, ausgelöst durch anhaltende Regenfälle und plötzlich über die Ufer tretende Flüsse, ereignete sich vor rund einer Woche. Mindestens 120 Menschen kamen ums Leben, darunter auch viele Kinder, die sich zum Zeitpunkt der Katastrophe in Sommerlagern aufhielten. Die Zahl der Vermissten liegt derzeit bei über 170 Personen.
Lage bleibt angespannt
Die Such- und Bergungsarbeiten dauern weiter an. Viele Regionen sind noch immer unzugänglich oder von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Geduld auf und betonen, dass weiterhin alles unternommen werde, um Vermisste zu finden und die Not der Betroffenen zu lindern.
Die Katastrophe gilt schon jetzt als eine der schwersten Naturereignisse in der jüngeren Geschichte des Bundesstaates Texas.