Ein Vorfall mit beunruhigendem Respektverlust gegenüber Einsatzkräften sorgt derzeit auf dem Rhein für Aufsehen. Bei einem Einsatz der Wasserschutzpolizei an der Oberkasseler Brücke in Düsseldorf haben mehrere Schiffe eine behördlich angeordnete Sperrung missachtet – und die Beamten sogar per Funk beleidigt.
Wie die Polizei mitteilte, war der Rhein für die Dauer eines Einsatzes vorübergehend gesperrt worden. Doch ein Schiffsführer ignorierte die Anordnung offen. Er kündigte über Funk an, weiterzufahren – trotz ausdrücklichen Verbots.
Damit nicht genug: Zwei weitere Kapitäne schalteten sich daraufhin in den Funkverkehr ein und begannen, die Einsatzkräfte aufs Übelste zu beschimpfen. Einer der beiden setzte seine Drohung in die Tat um und fuhr ebenfalls durch die gesperrte Einsatzstelle.
Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Beleidigung eingeleitet. Ein Sprecher betonte: „Ein solches Verhalten gefährdet nicht nur die Sicherheit der Einsatzkräfte, sondern auch die aller übrigen Schiffe auf dem Rhein.“
Der Vorfall wirft erneut die Frage auf, wie mit gezielten Regelverstößen und Respektlosigkeit im Verkehr – auch auf dem Wasser – umgegangen werden muss. Die Behörden kündigten an, die betroffenen Schiffsführer zur Rechenschaft zu ziehen.