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Leichter Rückgang: Zahl der Gefährder in Deutschland sinkt leicht

geralt (CC0), Pixabay

Die Zahl der in Deutschland registrierten Gefährder ist leicht gesunken. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage des MDR mitteilte, standen im Juni bundesweit noch 561 Personen unter behördlicher Beobachtung – das sind 14 weniger als noch Anfang April.

Als Gefährder gelten Personen, denen die Polizei zutraut, politisch oder religiös motivierte schwere Straftaten zu begehen. Die aktuelle Statistik zeigt: Der Großteil dieser Personen wird weiterhin dem Bereich religiöser oder ausländischer Ideologie zugeordnet. Etwa ein Fünftel entfällt auf das linksextreme oder rechtsextreme Spektrum.

Obwohl der Rückgang moderat ist, bleibt das Sicherheitsrisiko hoch. Gefährder stehen oft unter intensiver Beobachtung durch Polizei und Verfassungsschutz, können aber nicht ohne Weiteres in Haft genommen werden, solange keine konkrete Straftat vorliegt.

Die Entwicklung zeigt, dass der Staat weiter mit hohem Aufwand gegen potenziell gefährliche Personen vorgeht – ob aus dem religiösen Extremismus oder aus dem politischen Randbereich.

Ein Sprecher des BKA erklärte, dass sich die Zahlen stets in Bewegung befänden und von aktuellen Erkenntnissen, Beobachtungen und Bewertungskriterien abhängen. Für die Sicherheitsbehörden bleibt die Szene auch bei sinkender Tendenz ein sensibles Feld – denn schon ein einzelner Gefährder kann verheerenden Schaden anrichten.

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