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Rettung in letzter Minute: Bergsteiger stürzt kopfüber in Gletscherspalte

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Bergwacht nur knapp gewann: Auf dem Weg zur Zugspitze ist ein Bergsteiger auf dem Höllentalferner kopfüber in eine rund zehn Meter tiefe Gletscherspalte gestürzt – und konnte unter dramatischen Umständen gerettet werden.

Der Unfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag, wie die Bergwacht Grainau mitteilte. Vermutlich war der Mann bei dichtem Nebel vom regulären Weg abgekommen und in extrem steiles Gelände geraten. Ohne Sicht auf die Gefahren unter seinen Füßen stürzte er plötzlich durch eine dünne Schneebrücke – direkt in die Tiefe.

„Er hing kopfüber in der Spalte, das war eine sehr kritische Lage“, berichtet Einsatzleiter Willi Kraus. Der Mann war völlig orientierungslos und hing in einer Position, die jede Minute zur tödlichen Falle hätte werden können.

Zum Glück wurde der Unfall von einem anderen Bergsteiger beobachtet. Dieser alarmierte umgehend die Bergwacht, die trotz schlechter Wetterverhältnisse zu dem schwer zugänglichen Abschnitt des Gletschers aufstieg. Die Retter seilten sich in die Spalte ab und konnten den Verunglückten nach einer aufwändigen Aktion lebend bergen.

Der Höllentalferner, Deutschlands größter Gletscher, gilt besonders bei Nebel und Tauwetter als gefährlich. Immer wieder kommt es zu Unfällen, wenn Wanderer oder Bergsteiger schlecht vorbereitet oder vom Weg abkommen.

Für den Verunglückten endete der Tag trotz des dramatischen Sturzes mit einem Happy End – dank des schnellen Handelns eines Mitmenschen und der geübten Handgriffe der Bergwacht.

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