Aktenzeichen: 2 IN 253/25
Am 11. Juli 2025 um 10:42 Uhr hat das Amtsgericht Regensburg im Rahmen des Insolvenzeröffnungsverfahrens über das Vermögen der Neon Burgmayer GmbH & Co. KG eine wichtige Entscheidung getroffen. Das Unternehmen mit Sitz in der St.-Mihiel-Straße 7, 93053 Regensburg, geführt durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin Neon Burgmayer Verwaltungs-GmbH, deren Geschäftsführer Cekic Asim ist, ist beim Amtsgericht Regensburg unter HRA 7916 eingetragen.
Die Gesellschaft, deren Tätigkeitsschwerpunkt im gewerblichen Bereich liegt, sieht sich offenbar mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Um einen geordneten Ablauf der Insolvenzprüfung sicherzustellen und das verbleibende Vermögen zu schützen, hat das Insolvenzgericht nun die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet (§ 21 InsO).
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ulrich Cramer (D.-Martin-Luther-Straße 17, 93047 Regensburg) bestellt. Ihm obliegt es, das Vermögen der Schuldnerin zu sichern, bestehende Forderungen einzuziehen und den wirtschaftlichen Status der Gesellschaft zu ermitteln.
Besonders bedeutend ist, dass Verfügungen über das Vermögen der Schuldnerin nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters zulässig sind. Auch die Einziehung von Außenständen fällt unter diese Maßnahme. Diese Regelung schützt insbesondere Gläubigerinteressen und verhindert eine unkontrollierte Vermögensverschiebung während des laufenden Verfahrens.
Die Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zur möglichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Sie dient sowohl der geordneten Vorbereitung als auch der Sicherung der verbliebenen Mittel – und sie signalisiert, dass das Unternehmen in einer Phase akuter finanzieller Ungewissheit angekommen ist.
Gläubiger, Geschäftspartner und Mitarbeitende werden die kommenden Wochen mit Spannung beobachten. Ob es zur formellen Verfahrenseröffnung kommt oder andere Lösungen gefunden werden können, hängt nun maßgeblich von der wirtschaftlichen Substanz und den Erkenntnissen des vorläufigen Insolvenzverwalters ab.
Rechtsmittel gegen diesen Beschluss können binnen zwei Wochen beim Amtsgericht Regensburg eingelegt werden.
Amtsgericht Regensburg – Insolvenzgericht –
Regensburg, den 11. Juli 2025