Die Festnahme eines jungen deutsch-französischen Touristen im Iran sorgt international für Besorgnis. Frankreichs Premierminister Francois Bayrou bestätigte am Donnerstagabend offiziell die Verhaftung des 18-Jährigen.
„Die Festnahme dieses jungen Mannes ist bestätigt“, erklärte Bayrou im französischen Fernsehen. Nähere Details wollte er nicht nennen. „Wir kommentieren den Vorgang nicht, um den Ausgang dieser Angelegenheit nicht zu erschweren oder zu gefährden“, betonte der Premierminister. Man stehe in engem Kontakt mit den iranischen Behörden und der Familie des Jugendlichen.
Auch aus Berlin kam eine zurückhaltende Reaktion: Eine Sprecherin des Bundesaußenministeriums bestätigte auf Anfrage lediglich, dass der Fall bekannt sei. Weitere Informationen oder eine Bewertung lehnte sie ab.
Hintergrund der Festnahme sowie der Aufenthaltsort des jungen Mannes sind bisher unklar. Festnahmen westlicher Staatsbürger im Iran sorgen immer wieder für diplomatische Spannungen – viele Staaten werfen Teheran vor, ausländische Touristen und Doppelstaatler als politische Faustpfänder zu missbrauchen.
Frankreich und Deutschland setzen nun auf stille Diplomatie – in der Hoffnung, dass der 18-Jährige bald zu seiner Familie zurückkehren kann.