Ein tragischer Vorfall hat sich in den italienischen Dolomiten ereignet: Ein 52-jähriger deutscher Wanderer ist in der Provinz Belluno in Norditalien tot aufgefunden worden. Das teilte die alpine Bergrettungseinheit mit. Der Mann wurde in einer Felsschlucht entdeckt – zu spät für jede Hilfe.
Der erfahrene Wanderer war allein in den Bergen unterwegs und hatte zuletzt in der bekannten Mulaz-Hütte (Rifugio Volpi al Mulaz) im Val Focobon übernachtet. Die Schutzhütte liegt inmitten einer spektakulären Berglandschaft und ist ein beliebter Ausgangspunkt für anspruchsvolle Touren im Herzen der Dolomiten. Am 9. Juli verließ er die Hütte – seither gab es keinen Kontakt mehr zur Familie.
Als sich der Mann trotz mehrfacher Kontaktversuche nicht meldete, schlug die Familie Alarm. Eine umfangreiche Suchaktion wurde eingeleitet, bei der auch Drohnen und Spürhunde zum Einsatz kamen. Schließlich entdeckten Einsatzkräfte den leblosen Körper des Vermissten in einer schwer zugänglichen Felsspalte.
Wie genau es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Die Bergrettung vermutet, dass der Mann auf einem steilen Pfad ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt ist. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach ersten Erkenntnissen nicht.
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren des Alleinwanderns in hochalpinem Gelände – selbst für erfahrene Bergsteiger. Die italienische Bergwacht appellierte in einer Mitteilung an Wanderer, Touren sorgfältig zu planen und sich möglichst nie allein in schwierigem Terrain zu bewegen.