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Neues Beweismaterial: Handy des Solinger Attentäters liefert brisante Hinweise

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay

Im Prozess um den Terroranschlag von Solingen sorgt ein neu aufgetauchtes Mobiltelefon für brisante Wendungen: Auf dem zweiten Handy des geständigen Attentäters Issa al H. stießen Ermittler auf eindeutige Nachrichten, die seinen terroristischen Vorsatz untermauern.

Wie das Düsseldorfer Oberlandesgericht bekanntgab, fanden sich auf dem Gerät zwei beschriftete Bilder, die al H. offenbar an einen Kontaktmann namens Abu Faruk al-Jihadi geschickt hatte. Die Botschaften sind eindeutig: „Bruder, ich bin in Europa“, schrieb der Angeklagte – und nur einen Tag vor der Tat folgte eine noch deutlichere Ankündigung: „In ein paar Tagen, ich bin Anhänger, werde ich einen Anschlag begehen.“

Das Handy galt lange als verschollen und wurde erst vor kurzem entdeckt und teilweise ausgewertet. Für die Ermittler ist es ein Schlüsselfund, der zeigt, dass der Attentäter gezielt plante und in ein extremistisches Netzwerk eingebunden war.

Der Solinger Anschlag hatte deutschlandweit Entsetzen ausgelöst. Der Angeklagte hatte gestanden, im vergangenen Jahr einen Messerangriff verübt zu haben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Die Nachrichten auf seinem Handy dürften seine Motive nun noch klarer belegen – und für den weiteren Prozessverlauf von großer Bedeutung sein.

Wie weit das Netzwerk reicht, mit dem Issa al H. Kontakt hatte, prüfen die Ermittler weiter. Die Auswertung des zweiten Handys könnte noch weitere Hinweise auf Unterstützer oder Hintermänner zutage fördern – und zeigen, ob der Anschlag wirklich eine Einzeltat war.

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