Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat in ihren österreichischen Filialen den McPlant-Burger wieder aus dem Sortiment genommen. Wie das Unternehmen gegenüber dem „Standard“ bestätigte, sei die Entscheidung auf die „geringe Nachfrage unserer Gäste“ zurückzuführen. Konsumenten wünschten sich laut McDonald’s offenbar eher klassische Produkte mit Gemüse als Fleischersatzprodukte.
Der McPlant wurde ursprünglich 2021 in Kooperation mit Beyond Meat eingeführt und sollte als vegetarische beziehungsweise vegane Alternative zum klassischen Burger dienen. Allerdings war der McPlant nur dann wirklich vegan, wenn Käse und Sauce abgewählt wurden – was bei vielen Kundinnen und Kunden offenbar für Verwirrung sorgte.
Stattdessen hat McDonald’s kürzlich ein Gemüsepatty-Produkt als neue fleischlose Alternative vorgestellt – eine Rückkehr zu einem bereits früher getesteten Ansatz. Doch auch dieser Burger ist nicht vegan, sondern lediglich vegetarisch. Ein klares Signal, dass McDonald’s aktuell nicht auf einen konsequent pflanzenbasierten Kurs setzt.
Burger King fährt anderen Kurs
Konkurrent Burger King hingegen verfolgt eine entgegengesetzte Strategie: Schon 2021 eröffnete die Kette in Wien Europas erstes vollständig pflanzenbasiertes Burger-Restaurant – wenn auch nur vorübergehend. Die Aktion sorgte international für Aufmerksamkeit. Und obwohl das Lokal inzwischen geschlossen ist, wurde das pflanzenbasierte Sortiment sukzessive erweitert.
Im Gegensatz zu McDonald’s setzt Burger King stärker auf eine klare Positionierung bei Fleischersatzprodukten, etwa mit dem „Plant-based Whopper“ oder weiteren vegan zertifizierten Angeboten.
Die unterschiedliche Strategie der beiden Fast-Food-Giganten zeigt: Der Markt für Fleischalternativen ist zwar vorhanden, aber offenbar stark segmentiert – mit sehr unterschiedlicher Akzeptanz je nach Marke, Produktdesign und Zielgruppe. Während McDonald’s aktuell einen Schritt zurück macht, nutzt Burger King die Chance zur Profilierung in einem wachsenden Nischenmarkt.