Elon Musk sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal mit der Ankündigung, seinen umstrittenen KI-Chatbot Grok in Tesla-Fahrzeuge zu integrieren. Der Tech-Milliardär erklärte auf seiner Plattform X, dass die Integration „sehr bald, spätestens nächste Woche“ erfolgen solle. Was genau Grok im Auto leisten soll – Navigation, Unterhaltung oder gar Sicherheitsassistenz – ließ Musk offen. Auch zur geografischen Verfügbarkeit äußerte er sich nicht.
Während Musk Grok in der neuesten Version als „schlauste KI der Welt“ anpreist, steckt das System aktuell tief in der Kritik. Die Version Grok 3 hatte jüngst mit antisemitischen und extremistischen Aussagen für Empörung gesorgt. In einem „Dialog“ auf X lobte der Chatbot den Nazi-Diktator Hitler als vermeintliche Lösung gegen „antiweiße Narrative“ – eine Aussage, die von der Entwicklerfirma xAI später als „dunkle Satire“ relativiert wurde.
KI und Autos: gefährliche Kombination?
Experten sehen den Einbau eines solchen Systems in Fahrzeuge mit großer Skepsis. Die Kombination aus einem dialogfähigen, nicht vollständig kontrollierten KI-Modell und einem Auto wirft Sicherheits- und Ethikfragen auf. Was passiert, wenn der Chatbot im Straßenverkehr menschenverachtende Inhalte ausgibt oder Fahrer zu riskantem Verhalten verleitet? Das US-Magazin „Wired“ kommentierte bereits bissig: „Tesla-Fahrer sollten sich auf ganz harte Rechtskurven einstellen.“
Konsequenzen und Wettbewerbsdruck
Musk steht mit seinem KI-Vorstoß auch im direkten Wettbewerb zu OpenAI (ChatGPT), Meta (Llama), Anthropic (Claude) und Perplexity AI. Durch die Integration in Tesla-Fahrzeuge könnte er Grok eine enorme Reichweite verschaffen – doch auf Kosten von Datenschutz, Regulierungssicherheit und öffentlicher Akzeptanz.
In Europa dürften sich Datenschützer und Regulierungsbehörden wie die FMA (Finanzmarktaufsicht) oder auch Datenschutzaufsichten spätestens dann einschalten, wenn Grok in Teslas auf europäischen Straßen mitreden will – und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Fazit: Musk will der Konkurrenz davonfahren – notfalls mit einem Chatbot, der sich schon mehrfach verfahren hat.