Aktenzeichen: 70a IN 55/25
Am 10. Juli 2025 entschied das Amtsgericht Köln über das Schicksal der CN-Hub Germany GmbH. Die Gesellschaft mit Sitz in der Georg-von-Vollmar-Straße 7, 51373 Leverkusen, geführt von den Geschäftsführerinnen Frau Nikita Popovic und Herrn Jan-Lukas Kaepler, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 116920 eingetragen.
Mit Schreiben vom 16. Januar 2025 hatte die Gesellschaft den Antrag gestellt, ein Insolvenzverfahren über ihr eigenes Vermögen zu eröffnen. Der Antrag ging am 10. Februar 2025 beim Amtsgericht ein und war der letzte Versuch, die finanziellen Schwierigkeiten der GmbH in geordnete Bahnen zu lenken. Doch nach eingehender Prüfung stellte das Insolvenzgericht fest, dass die vorhandenen Mittel nicht einmal ausreichen, um die Kosten eines solchen Verfahrens zu tragen.
Somit blieb dem Gericht keine andere Wahl, als den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Beschluss vom 10. Juli 2025 mangels Masse abzuweisen. Für die CN-Hub Germany GmbH bedeutet dies faktisch das Ende jeder Möglichkeit, sich innerhalb eines geregelten Verfahrens zu sanieren oder Gläubiger anteilig zu befriedigen.
Besonders bitter trifft diese Entscheidung die Gläubiger, die nun kaum Aussicht haben, ihre Forderungen noch einzutreiben. Ohne Masse gibt es keinen Insolvenzverwalter, keine geregelte Verwertung und keine Verteilung. Der einst ambitionierte Hub, der als Bindeglied zwischen Partnern und Märkten dienen sollte, steht damit vor dem wirtschaftlichen Aus.
Ob die Verantwortlichen gegen diese Entscheidung Beschwerde einlegen werden, bleibt abzuwarten. Die Frist hierfür läuft binnen zwei Wochen ab Verkündung oder öffentlicher Bekanntmachung des Beschlusses. Doch oft ist in Fällen wie diesem der Weg in die endgültige Liquidation kaum noch zu verhindern.
Amtsgericht Köln – Insolvenzgericht –
Köln, den 10. Juli 2025