Unter dem Aktenzeichen 36c IN 8594/24 hat das Amtsgericht Charlottenburg eine weitreichende Entscheidung für die Cargoroo GmbH gefällt. Das Berliner Unternehmen, das unter der Adresse Hafenplatz 6 firmierte und von Geschäftsführer Jaron Borensztajn vertreten wurde, hatte einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, um sein finanziell angeschlagenes Geschäft doch noch in geordnete Bahnen zu lenken.
Doch dieser Hoffnung wurde nun ein endgültiger Riegel vorgeschoben: Mit Beschluss vom 7. Juli 2025 wies das Amtsgericht den Insolvenzantrag ab – mangels Masse. Das bedeutet, dass selbst die grundlegenden Kosten eines Insolvenzverfahrens nicht mehr gedeckt werden können. Für die Gläubiger ist diese Entscheidung ein schwerer Schlag, denn sie bleiben nun ohne die ordnende Hand eines Verwalters auf sich gestellt.
Die Cargoroo GmbH, die sich in einem umkämpften Markt der urbanen Mobilität behaupten wollte, hatte offenbar nicht mehr genug finanzielle Substanz, um ihre Gläubiger zu bedienen oder das Geschäft neu aufzustellen. Der Weg führt nun unweigerlich in die Löschung aus dem Handelsregister – ein bitteres Ende für ein Unternehmen, das einst antrat, um mit innovativen Ideen das Stadtbild zu verändern.
Betroffene Gläubiger oder die Schuldnerin selbst können innerhalb einer zweiwöchigen Notfrist Beschwerde gegen den Beschluss einlegen – doch die Praxis zeigt, dass ein solcher Schritt meist wenig Aussicht auf Erfolg hat, wenn schlicht keine Mittel mehr vorhanden sind.
So endet die Geschichte der Cargoroo GmbH vorläufig mit einer nüchternen Bilanz: Kein Neustart, keine Sanierung, sondern das leise Verschwinden einer weiteren Firma aus der dynamischen Berliner Start-up-Landschaft.