Aufheulende Motoren, dröhnende Auspuffanlagen und aufgemotzte Karossen: Im Raum Ulm hat die Polizei am Wochenende der sogenannten Autoposerszene einen deutlichen Dämpfer verpasst. Nach Hinweisen und Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem illegalen Treffen rückten die Beamten im Südwesten mit einem Großaufgebot an – unterstützt von Mitarbeitern der Stadt Ulm.
Bis tief in die Nacht hinein wurden rund 300 Fahrzeuge und mehr als 500 Personen genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: zahlreiche Verstöße, die zeigen, dass es den sogenannten „Posern“ oft nicht nur um PS und Chrom geht – sondern auch um das bewusste Überschreiten von Regeln.
Etwa 20 Fahrer müssen nun mit Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten rechnen. Doch damit nicht genug: In sechs Fällen war für protzige Boliden an Ort und Stelle Endstation. Die Beamten stellten gravierende technische Mängel fest – tiefergelegt, manipuliert oder schlicht nicht verkehrssicher. Diese Autos wurden sofort stillgelegt und abgeschleppt.
Die Polizei zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz: „Mit solchen Kontrollen setzen wir ein klares Zeichen, dass wir nicht wegsehen, wenn rücksichtsloses Posen den Straßenverkehr gefährdet“, sagte ein Sprecher.
Die Autoposer-Szene steht schon länger im Visier der Behörden. Immer wieder werden bei solchen Treffen Lärm, gefährliche Fahrmanöver und illegale Umbauten festgestellt – ein Ärgernis nicht nur für Anwohner, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer.
Die Polizei kündigte an, solche Einsätze weiter fortzuführen. Für die Szene heißt das: Lautes Motorengeheul kann schnell in der Werkstatt oder auf dem Abschleppwagen enden – und im besten Fall bleibt der Asphalt wieder ein Stück sicherer.