Hitze, Rauch und banges Warten: Ein Böschungsbrand an den Bahngleisen hat am Donnerstag für einen Großeinsatz und stundenlange Verspätung bei hunderten Reisenden im Norden Kölns gesorgt.
Rund 340 Passagiere saßen in einem Regionalzug fest, der mitten auf freier Strecke gestoppt werden musste. Der Grund: Direkt an den Gleisen brannte eine Böschung lichterloh – die Feuerwehr rückte mit Löschfahrzeugen an, während die Menschen im Zug ausharren mussten.
Doch damit nicht genug: Während die Flammen bekämpft wurden, kam es im Zug auch noch zu einem medizinischen Notfall – ein Fahrgast musste behandelt werden. Gleichzeitig fiel an dem Regionalzug auch noch die Technik aus, sodass an Weiterfahren nicht zu denken war.
Die Einsatzkräfte entschieden schließlich, den Zug zu evakuieren. Nach knapp zwei Stunden wurden alle Passagiere in einen bereitgestellten Ersatzzug gebracht, viele mussten vor Ort von Sanitätern betreut werden.
Die Feuerwehr konnte den Böschungsbrand nach kurzer Zeit unter Kontrolle bringen und löschen. Wie es zu dem Feuer kam, ist noch unklar – doch die ungewöhnliche Kette aus Brand, Notfall und Technikpanne machte für viele Bahnreisende eine ganz normale Zugfahrt zum Geduldsspiel.
Die Bahn entschuldigte sich am Abend bei den betroffenen Fahrgästen für die Umstände – und kündigte an, die Ursache für den Defekt am Zug zu prüfen. Für die Feuerwehr war es ein Einsatz, der zeigte: Wenn Natur, Technik und Zufall zusammenkommen, reicht ein Funke für Chaos auf der Schiene.