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Gefälschter WhatsApp-Account: FMA warnt vor Identitätsmissbrauch von Vorstand Helmut Ettl

Pacholek-cz (CC0), Pixabay

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat eine dringende Warnung ausgesprochen: Auf WhatsApp kursiert ein gefälschtes Konto, das sich als FMA-Vorstand Helmut Ettl ausgibt. Das Profil verwendet nicht nur ein Foto von Ettl, sondern verbreitet unter seinem Namen auch Aktienempfehlungen – angeblich im Namen der Behörde.

Kein FMA-Konto empfiehlt Finanzprodukte

Die FMA stellt klar: Weder Helmut Ettl noch andere Vertreter der FMA geben auf sozialen Plattformen Kauf- oder Verkaufsempfehlungen für Finanzinstrumente. Jegliche derartige Kommunikation ist nicht authentisch und eindeutig betrügerischer Natur.

Die Behörde hat bereits Polizei und Telekommunikationsanbieter eingeschaltet, um gegen den gefälschten Account vorzugehen. Nutzerinnen und Nutzer, die solche Nachrichten erhalten, werden dringend gebeten, keinerlei Angaben zu machen, den Kontakt zu blockieren und bei WhatsApp zu melden.

Betrugsmasche „Authority Scam“ auf dem Vormarsch

Die Masche gehört zur Kategorie sogenannter „Authority Scams“: Dabei nutzen Betrüger den Namen, das Bild oder gar gefälschte Videos von bekannten Persönlichkeiten oder Institutionen, um Vertrauen zu erwecken und Menschen zu Investitionen oder sensiblen Angaben zu verleiten. Der Fall Ettl ist kein Einzelfall: Erst vor wenigen Wochen war ein gefälschtes Video von OeNB-Gouverneur Robert Holzmann im Umlauf, das ähnliche Ziele verfolgte.

FMA appelliert an Wachsamkeit

Die FMA ruft alle Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien zu erhöhter Vorsicht im Umgang mit vermeintlich offiziellen Konten auf. Besonders bei persönlichen Nachrichten, die Geldanlagen, Kontoinformationen oder gar die Preisgabe sensibler Daten betreffen, gilt: Misstrauen ist angebracht. Ein einfacher Faktencheck – etwa über die offiziellen Kanäle der FMA – kann helfen, Fälschungen rasch zu erkennen.

Tipps zum Schutz vor Betrug:

  • Niemals auf Finanzempfehlungen in Messenger-Diensten vertrauen – besonders nicht, wenn sie angeblich von Behörden stammen.

  • Bei Unsicherheiten direkt bei der offiziellen Stelle (z. B. FMA oder OeNB) nachfragen.

  • Gefälschte Profile sofort melden und blockieren.

  • Keine persönlichen Daten oder Zugangsinformationen preisgeben.

Die FMA bedankt sich ausdrücklich bei den Nutzerinnen und Nutzern, die den Vorfall gemeldet haben, und bittet die Öffentlichkeit um weiterhin aufmerksames Verhalten im digitalen Raum. Denn je schneller solche Fälschungen gemeldet werden, desto besser kann ihre Verbreitung eingedämmt werden.

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