Nach den US-geführten Luftschlägen vom 21. Juni 2025 auf iranische Atomanlagen behauptet Ex-Präsident Donald Trump, dass die Angriffe Irans Fähigkeit zur Urananreicherung vollständig zerstört hätten. Doch Sicherheitsexperten und Geheimdienste zeigen sich skeptisch – ebenso wie Mitglieder des US-Kongresses.
„Die Anlagen wurden nie komplett ausgeschaltet – maximal verzögert“, so Mike Quigley, Demokrat und Mitglied im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses.
Was wurde wirklich getroffen?
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Die Angriffe trafen bekannte Atomanlagen wie Fordow.
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Doch Iran hatte kurz zuvor eine dritte geheime Anlage bei Pickaxe Mountain nahe Natanz gegenüber der IAEA angedeutet – Details wurden nicht preisgegeben.
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Diese Anlage soll noch tiefer unter der Erde liegen als Fordow und damit schwieriger zu zerstören sein.
Zudem ist unklar, wie viel von Irans hochangereichertem Uran (ca. 400 kg) tatsächlich bei den Angriffen zerstört wurde. Satellitenbilder zeigen, dass vor dem Angriff Lastwagen an den Anlagen gesichtet wurden – möglicherweise, um Material zu verlagern.
Widersprüchliche Reaktionen
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Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptete, Iran sei nun „nicht mehr in der Lage, Atomwaffen herzustellen“.
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Doch Expertin Corey Hinderstein (Carnegie Endowment) warnt: „Die Annahme, man könne das Atomprogramm allein mit Bomben stoppen, hat sich nie bestätigt.“
Iran verweigert internationale Kontrolle
Nach dem Angriff verabschiedete Irans Wächterrat ein Gesetz, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einstellt – solange Irans nukleare Infrastruktur nicht sicher sei. Damit entzieht sich das Land vorerst weiteren internationalen Inspektionen.
„Es braucht direkte Verhandlungen mit Iran, damit die IAEA den Verbleib des Urans klären kann“, forderte Rep. Michael McCaul, Republikaner aus Texas.
💬 Fazit: Während Trump und seine Unterstützer die Luftschläge als „Sieg“ feiern, weisen Analysten darauf hin, dass Irans Atomprogramm höchstens verzögert – nicht gestoppt – wurde. Die Gefahr bleibt bestehen, insbesondere wenn Teheran sich dauerhaft der Kontrolle entzieht.