Über 55 Jahre nach den historischen Stonewall-Unruhen von 1969, bei denen trans Menschen, Dragqueens und queere Jugendliche gegen Polizeigewalt aufbegehrten, schlagen Überlebende Alarm: Die Trump-Regierung hat Verweise auf trans Personen aus der offiziellen Website des Stonewall National Monument entfernt – dem einzigen US-Denkmal für LGBTQ+-Geschichte.
Erinnerung an die Rebellion
Die Ausschreitungen begannen nach einer Polizei-Razzia im Stonewall Inn, einem beliebten queeren Nachtclub im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. Als die Polizei mit Gewalt vorging, wehrten sich die Gäste – unter ihnen viele trans und nicht-binäre Menschen – mit allem, was sie finden konnten. Ein berüchtigter Moment: Eine Dragqueen in glitzernden Pumps trat einem Polizisten in den Rücken und wurde zur Ikone des Widerstands.
„Wer glaubt, dass eine feminine Queen nicht kämpfen kann, hätte es sehen sollen“, sagte Zeitzeuge Mark Segal, der damals 18 war.
Der Versuch der Umschreibung
Im Februar 2025 strich der National Park Service unter Trumps Anordnung jegliche Nennung trans Menschen von der Webseite des Denkmals. Dies ist Teil von Trumps Politik, nur zwei Geschlechter anzuerkennen und Programme für Diversität und Inklusion anzugreifen.
„Das ist Geschichtsfälschung“, so Miss Major, trans Aktivistin und Stonewall-Veteranin.
„Wenn ein Staat beginnt, Menschen aus der Geschichte zu streichen, ist das gefährlich“, sagte Segal.
Anhaltende Angriffe auf trans Rechte
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2024 wurden über 500 Anti-LGBTQ+ Gesetze in US-Bundesstaaten eingebracht; über 40 wurden in 14 Staaten verabschiedet.
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Trans Frauen sind überproportional von Gewalt betroffen.
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Laut Human Rights Campaign gab es 2023 rund 550 dokumentierte Hassverbrechen gegen trans oder nicht-binäre Personen.
Stonewall als Symbol des Widerstands
Das Stonewall-Gebäude und der angrenzende Park sind seit 2016 ein nationales Denkmal. Heute arbeiten dort noch Zeitzeugen wie der 86-jährige Fred “Tree” Sequoia, die ihre Geschichten an Besucher*innen weitergeben.
„Wenn du stolz sein willst auf LGBTQ+-Widerstand, kommst du zu Stonewall“, sagt Segal.
Fazit
Die Diskussion um die Rolle von trans Menschen in Stonewall zeigt, dass der Kampf um Sichtbarkeit und Anerkennung nicht vorbei ist. Veteran*innen des Aufstands betonen, dass die Geschichte nicht zensiert werden darf – und sie seien bereit, wie 1969 wieder aufzustehen.