Die aggressiven afrikanisierten Honigbienen, umgangssprachlich als „Killerbienen“ bekannt, sind mittlerweile in 13 US-Bundesstaaten heimisch – und sie breiten sich weiter nach Norden aus. Klimawandel, steigende Temperaturen und trockene Bedingungen fördern ihre Ausbreitung.
Warum sind sie so gefährlich?
-
Sie besitzen nicht mehr Gift als normale Honigbienen – aber sie greifen in viel größeren Schwärmen an.
-
Opfer werden teils über eine Meile weit verfolgt – selbst Fahrzeuge bleiben nicht verschont.
-
Sie können durch normale Imkerschutzkleidung stechen.
-
Sie reagieren extrem empfindlich auf Erschütterungen oder Lärm, z. B. durch Rasenmäher oder Baumarbeiten.
„Es ist keine bewusste Aggression – sie verteidigen ihren Bienenstock“, sagt Bienenforscherin Juliana Rangel von der Texas A&M University.
Aktuelle Vorfälle (letzte 3 Monate):
-
Mann stirbt nach Angriff beim Rasenmähen
-
Drei Menschen verletzt nach Baumarbeiten
-
Drei Pferde sterben nach Tausenden von Stichen
-
Wanderer fliehen nach Kontakt mit Nest
🧬 Woher stammen die „Killerbienen“?
-
Ursprünglich eine Kreuzung aus europäischen und afrikanischen Bienen, gezüchtet in Brasilien 1956.
-
1957 entkamen 26 afrikanische Königinnen – die Kreuzung verbreitete sich über Südamerika bis nach Texas (ab 1990).
„Niemand hätte gedacht, dass sie so schnell von Brasilien in die USA gelangen würden“, so Biologe Allen Szalanski.
🌎 Verbreitung in den USA:
-
Besonders häufig in Texas, Kalifornien, Arizona, New Mexico, Nevada, Florida
-
Auch gesichtet in: Arkansas, Oklahoma, Georgia, Louisiana, Mississippi, Utah
-
Kältere Winter und viel Regen begrenzen ihre Ausbreitung – aber durch den Klimawandel wird das Gefahrengebiet bis 2050 weiter nach Norden wandern (z. B. Appalachengebirge, Oregon, Great Plains).
🧪 Warum behalten Forscher trotzdem Interesse an ihnen?
-
Genetisch widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Parasiten
-
Könnten zur Züchtung robusterer Bienenarten beitragen
-
Wichtig für die Landwirtschaft – Honigbienen bestäuben weltweit zahlreiche Nutzpflanzen
🚨 Was tun bei einem Angriff?
-
Schnell weg!
-
Nicht ins Wasser springen oder mit Armen fuchteln
-
Gesicht mit Kleidung bedecken
-
Notruf wählen, wenn ein Nest gesichtet oder ein Angriff beginnt
-
Niemals selbst versuchen, ein Nest zu entfernen!
„Wenn du sie auf dem Land triffst – geh davon aus, dass sie afrikanisiert sind“, warnt Expertin Rangel.