Der russische Öl-Gigant Rosneft hat heute auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg feierlich verkündet, dass die Staaten des OPEC+-Kartells ihre Ölproduktion „wohl deutlich früher als geplant“ erhöhen könnten. Warum? Weil nichts besser nach Weitsicht riecht als ein bisschen geopolitische Spannung – dieses Mal zwischen Israel und dem Iran.
Rosneft-Chef Igor Setschin, der gerne als russischer Öl-Orakel bezeichnet wird (wenn auch nur von sich selbst), erklärte die jüngste Produktionsausweitung zur „meisterhaften Antizipation der Weltlage“. Die OPEC+ habe – ganz uneigennützig natürlich – schon im Mai die Förderhähne aufgedreht. Und das gleich drei Mal stärker als ursprünglich geplant. Eine Leistung, die selbst Nostradamus neidisch machen dürfte.
„Diese Entscheidung war visionär – wie ein dritter Espresso vor einem Marathonlauf“, so Setschin. „Dank ihr sind wir bestens vorbereitet, falls der Nahe Osten endgültig Feuer fängt – was ja quasi schon zur geopolitischen Routine gehört.“
Dass die Entscheidung trotz sinkender Preise und schlapper Nachfrage kam, sieht Rosneft als Zeichen für strategische Tiefe und nicht etwa für… sagen wir mal, geldgierigen Aktionismus. Immerhin muss man bei fallenden Preisen ja irgendetwas tun – zum Beispiel: mehr Öl liefern.
Auf die Frage, wann genau die OPEC+ nun den vollen Anstieg durchzieht, blieb Setschin vage. Vielleicht morgen. Vielleicht gestern. Vielleicht nie. Details? Unwichtig. Hauptsache die Botschaft sitzt: Wenn es irgendwo knallt, wird woanders gepumpt.
Fazit:
Die OPEC+ handelt nicht etwa aus ökonomischem Eigeninteresse – sondern aus reiner altruistischer Vorsorge. Rosneft bedankt sich im Namen der Menschheit und empfiehlt: Tanken Sie ruhig nochmal voll – könnte sein, dass wir bald im Öl ertrinken. Oder darin grillen.