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Dodgers verwehren Einwanderungsbeamten den Zugang – Proteste gegen Razzien in Los Angeles

the1stgospel (CC0), Pixabay

Der Baseballklub Los Angeles Dodgers hat nach eigenen Angaben am Donnerstag Vertreter der US-Einwanderungsbehörde (ICE) vom Zugang zum Stadiongelände abgehalten. Über soziale Medien teilte das Team mit, dass „ICE-Agenten Zutritt zu den Parkplätzen des Dodger Stadium beantragten“ – ein Wunsch, der „abgelehnt wurde“.

ICE dementiert Anwesenheit – DHS spricht von CBP-Einsatz

ICE selbst bestritt jedoch, überhaupt vor Ort gewesen zu sein: „Falsch. ICE war nie dort“, hieß es in einer Stellungnahme. Das US-Heimatschutzministerium (DHS) – unter dessen Dach ICE operiert – erklärte später, dass Fahrzeuge einer anderen untergeordneten Behörde, Customs and Border Protection (CBP), „kurzzeitig und ohne Zusammenhang mit einem Einsatz“ auf dem Gelände gewesen seien. Laut BBC Verify trugen einige der anwesenden Einsatzkräfte CBP-Abzeichen, andere blieben unkenntlich – was in der Öffentlichkeit für Spekulationen sorgte.

Zweck und Hintergrund des Auftretens auf dem Stadiongelände blieben unklar. Die Begegnung der Dodgers gegen die San Diego Padres fand wie geplant am Abend statt.

Solidarität mit Betroffenen – Dodgers spenden eine Million Dollar

Am Freitag reagierte die Organisation erstmals offiziell auf die zunehmenden Immigrationsrazzien in Los Angeles. Die Dodgers kündigten eine Spende von 1 Million Dollar an, um „Familien von Migrantinnen und Migranten zu unterstützen, die von den aktuellen Ereignissen betroffen sind“. Weitere Hilfsmaßnahmen in der Community sollen folgen.

Die Maßnahme steht auch im Zusammenhang mit dem Umstand, dass ein bedeutender Teil des Teams – sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Rängen – latinoamerikanische Wurzeln hat: Laut einer MLB-Studie von 2023 besitzen rund 30 % der Spieler hispanisches Erbe.

Spieler äußern Kritik

Dodgers-Spieler Kiké Hernández äußerte sich empört auf Instagram: „Ich bin traurig und wütend über das, was gerade in unserem Land und unserer Stadt geschieht.“ Los Angeles sei seine zweite Heimat, so Hernández, und er könne nicht hinnehmen, wie „unsere Gemeinschaft verletzt, schikaniert, missbraucht und auseinandergerissen wird“.

Razzien als Teil von Trumps Einwanderungskurs

Die zunehmende ICE-Aktivität in Kalifornien steht im Kontext einer verschärften Einwanderungspolitik unter Präsident Donald Trump, der bereits in seiner zweiten Amtszeit mehr als 66.000 Festnahmen durch ICE verzeichnete. Auf Wahlkampfveranstaltungen hatte Trump angekündigt, „Millionen“ abschieben zu wollen.

Angesichts der wachsenden Proteste in Los Angeles hat das Weiße Haus 700 US-Marines und 4.000 Nationalgardisten entsandt, um die Bundesbehörden vor Ort zu unterstützen.

Neue Arbeitsplatzrazzien angekündigt

Zudem kündigte der Weiße-Haus-Grenzbeauftragte Tom Homan am Donnerstag an, die Regierung werde wieder verstärkt Razzien an Arbeitsplätzen durchführen – insbesondere in Hotels, auf Farmen und in Restaurants. „Die Botschaft ist klar: Wir machen weiter – Kriminelle haben Priorität“, so Homan.

Hintergrund ist eine Entscheidung des DHS, die erst kürzlich ausgesprochene Pause für betriebliche Vollstreckungsmaßnahmen in bestimmten Branchen wieder zurückzunehmen – ein Schritt, der auf heftige Kritik von Bürgerrechtsorganisationen stößt.

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