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Vulkanausbruch in Indonesien: Lewotobi Laki-Laki schleudert Asche kilometerhoch – Flüge gestrichen
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Vulkanausbruch in Indonesien: Lewotobi Laki-Laki schleudert Asche kilometerhoch – Flüge gestrichen

huynhkhoa (CC0), Pixabay

Auf der indonesischen Ferieninsel Flores ist der Vulkan Lewotobi Laki-Laki am Dienstag (Ortszeit) erneut ausgebrochen – und zwar mit außergewöhnlicher Heftigkeit. Nach Angaben der indonesischen Vulkanologie- und Geologiekatastrophenbehörde (PVMBG) spie der Vulkan eine gewaltige Aschewolke mit einer Höhe von bis zu zehn Kilometern in den Himmel. Die höchste Alarmstufe wurde ausgerufen, weil sowohl die Intensität als auch das Ausmaß des Ausbruchs auf eine ernste Bedrohung für die Bevölkerung und die Infrastruktur hindeuten.

Ascheregen und Evakuierungsmaßnahmen

In einem weiten Umkreis rund um den Krater des Lewotobi Laki-Laki ging dichter Ascheregen nieder. Behörden warnten eindringlich vor weiteren Ausbrüchen, pyroklastischen Strömen und möglichen Laharen (Schlammströmen), die bei Regen entstehen können, wenn sich die Vulkanasche mit Wasser vermischt. Zahlreiche Dörfer im Umkreis des Vulkans wurden vorsorglich evakuiert, insbesondere in einem Radius von fünf Kilometern. Die Gesundheitsbehörden riefen die Menschen dazu auf, Atemschutzmasken zu tragen und Gebäude nicht zu verlassen, wenn es nicht zwingend erforderlich ist.

Massive Störungen im Flugverkehr

Auch der internationale Flugverkehr ist stark betroffen. Neben Dutzenden Inlandsflügen, die annulliert oder umgeleitet wurden, kam es auf den beliebten Ferieninseln Bali und Lombok zu massiven Verspätungen und Ausfällen. Internationale Fluggesellschaften wie Singapore Airlines, AirAsia, Qantas und Emirates strichen mehrere Flüge nach und von Indonesien. Die Sichtverhältnisse über weiten Teilen der Region sind durch die dichte Aschewolke stark eingeschränkt, was den Luftverkehr gefährlich macht.

Hintergrund: Der „Feuerring“ bebt

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer der weltweit aktivsten seismischen Zonen. Hier treffen mehrere tektonische Platten aufeinander, was zu häufigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt. Der Lewotobi Laki-Laki gehört zusammen mit seinem benachbarten „Zwillingsvulkan“ Lewotobi Perempuan zu einem besonders aktiven System auf Flores. Bereits in der Vergangenheit hatte er durch kleinere Eruptionen auf sich aufmerksam gemacht, doch der aktuelle Ausbruch zählt zu den stärksten der letzten Jahre.

Weitere Entwicklungen erwartet

Obwohl bisher keine Todesopfer gemeldet wurden, ist das Risiko für die Bevölkerung und den Tourismus hoch. Die indonesische Katastrophenschutzbehörde BNPB beobachtet die Lage fortlaufend und warnt vor weiteren seismischen Aktivitäten. Geowissenschaftler schließen nicht aus, dass es zu weiteren Eruptionen oder einem anhaltenden Aktivitätszyklus kommen könnte.

Touristen und Reisende betroffen

Reisende werden gebeten, sich regelmäßig über die aktuellen Flugpläne zu informieren und Hinweise der Behörden zu beachten. Touristen, die sich derzeit auf Bali, Lombok oder Flores befinden, sollten mit Verzögerungen und eingeschränkter Mobilität rechnen. Auch medizinische Notfalltransporte und Lieferketten könnten durch den Vulkanausbruch betroffen sein.

Die indonesischen Behörden rufen zur Ruhe und Vorsicht auf – und zur dringenden Einhaltung aller Warnhinweise und Sicherheitsmaßnahmen.

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