Ein deutliches Signal im Kampf gegen Kindesmissbrauch: Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit einen Gesetzentwurf beschlossen, der vorsieht, dass sexuelle Verbrechen an Kindern künftig nicht mehr verjähren sollen. Damit könnten Täter lebenslang strafrechtlich verfolgt werden, unabhängig davon, wann die Tat begangen wurde.
Neben der Abschaffung der Verjährung fordert der Entwurf auch eine Ausweitung und Verschärfung der Strafen für sexuelle Gewalt gegen Kinder. Zudem sollen neue digitale Tatbestände in das Gesetz aufgenommen werden. So sollen Missbrauchsdarstellungen im Internet künftig auch dann strafrechtlich verfolgt werden können, wenn sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugt wurden.
Bevor die neuen Regeln in Kraft treten, muss der Gesetzentwurf nun noch mit den EU-Mitgliedstaaten verhandelt und final beschlossen werden. Sollten sich Parlament und Rat einigen, könnte dies einen Meilenstein im europaweiten Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch darstellen.