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SUV rast in Menschenmenge bei „No Kings“-Protest in Virginia – Polizei spricht von Absicht
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SUV rast in Menschenmenge bei „No Kings“-Protest in Virginia – Polizei spricht von Absicht

AlLes (CC0), Pixabay

Am Rande einer „No Kings“-Demonstration in Culpeper, Virginia, hat ein 21-jähriger Mann offenbar vorsätzlich versucht, mit einem SUV in eine Gruppe von Demonstrierenden zu fahren. Wie die örtliche Polizei am 14. Juni mitteilte, wurde Joseph R. Checklick Jr. noch am Tatort festgenommen. Der Vorfall ereignete sich, als Teilnehmende die Protestveranstaltung verließen und durch einen Parkplatz gingen.

Laut Polizeibericht beschleunigte Checklick sein Fahrzeug „absichtlich“ in Richtung der sich auflösenden Menschenmenge. Mindestens eine Person wurde von dem SUV getroffen, es wurden jedoch keine Verletzungen gemeldet. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen rücksichtslosen Fahrens ein. Checklick befindet sich derzeit ohne Kaution in Untersuchungshaft.

Die Behörden bestätigten, dass das Fahrzeug gezielt in die Gruppe gesteuert wurde. Die betroffene Person ist bislang nicht identifiziert worden.

Der Vorfall ereignete sich im Rahmen der landesweiten „No Kings“-Proteste, die sich kritisch gegen die Politik der Trump-Regierung wenden. Millionen Menschen beteiligten sich an Kundgebungen und Märschen, die am gleichen Tag wie eine große Militärparade der US-Armee und Donald Trumps 79. Geburtstag stattfanden.

Das Geschehen ruft Erinnerungen an einen tragischen Vorfall aus dem Jahr 2017 wach: Bei einem rechtsextremen Aufmarsch in Charlottesville, rund eine Stunde von Culpeper entfernt, war ein Auto gezielt in Gegendemonstranten gefahren. Heather Heyer, eine 32-jährige Aktivistin, kam dabei ums Leben. Der Täter, James Alex Fields Jr., wurde später wegen Mordes und weiterer schwerer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Polizei von Culpeper betonte, dass man den Fall sehr ernst nehme. Bürgerrechtlerinnen und Demonstrationsteilnehmerinnen zeigten sich besorgt über die wiederholten Angriffe auf friedliche Proteste. Die „No Kings“-Bewegung setzt sich für demokratische Grundrechte ein und warnt vor autoritären Tendenzen in der US-Politik.

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