Dark Mode Light Mode

Stephen Stanko hingerichtet: Verurteilter Mörder und Vergewaltiger stirbt durch Giftspritze in South Carolina

kundennote_com (CC0), Pixabay

Der verurteilte Mörder und Sexualstraftäter Stephen Stanko wurde am Freitag, dem 13. Juni, im Alter von 57 Jahren durch Giftspritze hingerichtet. Er war wegen zweifachen Mordes und der Vergewaltigung der 15-jährigen Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin zum Tode verurteilt worden.

Die Hinrichtung erfolgte um 18:34 Uhr Ortszeit im Gefängnis von Columbia. Es war die dritte Exekution in South Carolina in diesem Jahr und die 23. in den USA seit Jahresbeginn.

Die Taten: Zwei Morde, eine Vergewaltigung

Am 8. April 2005 vergewaltigte Stanko zunächst das schlafende Mädchen in ihrem Zimmer. Stunden später ermordete er ihre Mutter vor ihren Augen. Anschließend floh er und tötete tags darauf Henry Lee Turner, einen 74-jährigen Freund der Familie, mit einem Kopfschuss.

Eine bundesweite Fahndung führte vier Tage später zur Festnahme in Augusta, Georgia, wo sich Stanko unter falschem Namen als wohlhabender Geschäftsmann ausgab – er war bereits in eine neue Beziehung eingegangen und hatte mit der Frau einen Gottesdienst besucht.

Psychologische Einschätzung und Vorstrafen

Stanko war bereits einschlägig vorbestraft: 1996 hatte er eine frühere Freundin gekidnappt und versucht, sie mit einem in Bleichmittel getränkten Tuch zu ersticken. Dafür saß er acht Jahre im Gefängnis.

Psychologen bezeichneten ihn im Prozess als „kaltblütigen Psychopathen mit Hang zur Großspurigkeit“. Seine Verteidigung argumentierte mit Hirnschäden durch Sportverletzungen und ein schwieriges Geburtstrauma, was jedoch weder die Geschworenen noch spätere Instanzen überzeugte.

Letzte Worte und letztes Mahl

In einem ausführlichen letzten Statement erklärte Stanko:

„Ich bin nicht die Summe eines einzigen Moments. Ich habe über 20.000 Tage gelebt, werde aber nur für einen beurteilt.“
„Ich hoffe, dass meine Hinrichtung den Angehörigen hilft. Vergebung heilt.“

Er erwähnte schulische Erfolge, soziale Tätigkeiten, seine spirituelle Entwicklung im Gefängnis sowie seine Arbeit als Nachhilfelehrer für Mitinsassen.

Sein letztes Mahl bestand u.a. aus: Fisch, Garnelen, Krabbenkuchen, Süßkartoffel, Okra, Kirschkuchen und Bananenpudding.

Ein Leben voller Täuschung

Stanko war bekannt für seine Manipulationsfähigkeiten: Er gab sich gegenüber Frauen als Millionär, Restaurantbesitzer oder Öl-Investor aus. Auch bei der späteren Ermordeten hatte er sich das Vertrauen erschlichen – laut ihrem Ex-Mann eine gezielte psychologische Taktik.

Er hatte während seiner ersten Haftzeit ein Buch über das Gefängnisleben mitverfasst:
„Living in Prison: A History of the Correctional System with an Insider’s View.“

Die Opfer

  • Henry Lee Turner, 74, war ein pensionierter Air-Force-Master Sergeant und Vater von drei Kindern. Er galt als hilfsbereit und gastfreundlich.

  • Die ermordete 43-jährige Mutter der überlebenden Tochter wurde von Angehörigen als humorvoll, intelligent und fürsorglich beschrieben.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

USA bereiten sich auf Massenproteste vor – Marines in Los Angeles im Einsatz

Next Post

Neue Umfrage zeigt: US-Amerikaner tief gespalten bei Abschiebung und Rolle von ICE