Nach den jüngsten Migrationsrazzien in der Region Los Angeles und den landesweiten Protesten zeigt eine neue Umfrage des Economist/YouGov (6.–9. Juni), wie gespalten die USA bei Fragen der Abschiebung und Einwanderungskontrolle sind.
Breite Einigkeit bei Gewaltverbrechen – starke Meinungsunterschiede sonst
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Fast alle Amerikaner – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit – sind sich einig, dass Personen ohne Aufenthaltsstatus, die gewalttätige Straftaten begangen haben, abgeschoben werden sollten.
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Nahezu 100 % der Republikaner
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83 % der Demokraten
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Bei anderen Fällen zeigen sich große Unterschiede:
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Nicht-gewalttätige Straftäter: Hier beträgt die Meinungsdifferenz 57 Prozentpunkte zwischen den Parteien.
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Ein Drittel der Republikaner ist der Meinung, dass alle Menschen ohne legalen Status unabhängig vom Verhalten abgeschoben werden sollten.
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Diese Meinung teilen nur sehr wenige Demokraten.
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Haltung zur Abschaffung von ICE gespalten
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45 % der Befragten haben ein positives Bild von ICE, der Bundesbehörde zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts.
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43 % bewerten die Behörde negativ – eine nahezu ausgeglichene Meinungslage.
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Zur Abschaffung von ICE:
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70 % der Republikaner lehnen eine Abschaffung ab.
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Etwa 50 % der Demokraten befürworten sie.
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Sichtbarkeit von ICE-Beamten: Uniformpflicht gefordert
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Zwei Drittel aller Befragten fordern, dass ICE-Beamte immer Uniform tragen sollen.
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90 % der Demokraten befürworten dies.
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Nur etwa 50 % der Republikaner stimmen zu.
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Über die Umfrage:
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Durchgeführt unter 1.533 erwachsenen US-Bürgern
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Fehlermarge: ±3,5 %
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Stichprobe repräsentativ nach Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Bildung, Region und Wählerregistrierung (basierend auf Daten der US-Volkszählung 2019)
Fazit:
Während es bei schweren Verbrechen klare Übereinstimmung gibt, ist das Meinungsbild in der amerikanischen Gesellschaft bei allen anderen Fragen zur Einwanderungspolitik und zur Rolle von ICE deutlich gespalten – besonders entlang parteipolitischer Linien.