Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke hat sich erneut für den Schutz bedrohter Tierarten stark gemacht – diesmal gemeinsam mit Kollegen in Griechenland, wo er auf die bedrohte Situation der Meeresschildkröten aufmerksam macht.
Doch was die Gruppe dort unter Wasser vorfand, war ernüchternd. Jaenicke spricht von einem „echt traurigen Anblick“: Eine „Mondlandschaft unter dem Meeresspiegel“, in der einst lebendige Seegraswiesen und artenreiche Unterwasserwelt beheimatet waren.
Mit dem Projekt möchte das Team auf die Zerstörung mariner Lebensräume, insbesondere durch Tourismus, Plastikmüll und illegale Bebauung, aufmerksam machen. Die griechische Küste, vor allem rund um die Niststrände der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta), ist durch zunehmende Bebauung und Lichtverschmutzung bedroht – beides erschwert es den Tieren, ungestört ihre Eier abzulegen.
Jaenicke kritisierte auch die mangelnde Durchsetzung von Schutzmaßnahmen: „Es gibt zwar Gesetze, aber sie werden viel zu selten kontrolliert“, so der Schauspieler.
Die Reise ist Teil seiner kontinuierlichen Umweltarbeit, mit der Jaenicke – auch in TV-Dokumentationen – immer wieder bedrohte Arten und vergessene Umweltthemen in den Fokus rückt. Seine Botschaft: Meeresschutz ist kein Randthema – sondern überlebenswichtig.