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Vorsicht bei Paketverspätung wegen „Zöllen“ – Verbraucherschützer warnen vor Betrugsmasche

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Wenn ein Paket einfach nicht ankommt und der Händler behauptet, es sei wegen Zöllen oder neuen internationalen Versandregeln verzögert – dann ist Vorsicht geboten. Wie die Better Business Bureau (BBB) warnt, handelt es sich dabei oft um einen Online-Betrug, der mit gefälschten Shops und falschen Versandinformationen arbeitet.

„Bevor man bei einem unbekannten Händler bestellt, sollte man genau prüfen, woher die Ware kommt, welche Lieferzeiten angegeben sind und ob versteckte Gebühren drohen“, erklärt Melanie McGovern, Sprecherin der BBB.

So läuft der Betrug ab

Laut BBB beginnt der Trick meist mit einer Anzeige in sozialen Netzwerken oder auf einer scheinbar seriösen Website. Die Seite sieht professionell aus, die Preise wirken verlockend – doch nach dem Kauf verschwindet die Ware. Stattdessen folgen:

  • vage E-Mails mit Standardantworten („Bitte noch etwas Geduld“),

  • Ausreden über angebliche Zollprobleme oder neue Vorschriften,

  • Forderungen nach weiteren Zahlungen, um das Paket freizugeben,

  • oder gefälschte Trackingnummern, die angeblich eine Lieferung belegen – oft an Adressen in einem ganz anderen Bundesstaat.

Ein betroffener Kunde meldete dem BBB:
„Nach zwei Monaten bekam ich nur noch automatisierte Mails. Angeblich hängt mein Paket beim Zoll – wegen Zöllen. Auf Rückerstattung wurde nie reagiert.“

BBB-Tipps: So schützt du dich vor solchen Online-Fallen

  • Nicht nur die Anzeige prüfen: Auch Betrüger schalten professionelle Anzeigen. Immer zusätzlich selbst recherchieren.

  • Online-Bewertungen gründlich prüfen: Kommentare auf der Shop-Seite reichen nicht. Auch nach „[Name] + Scam“ oder „Beschwerde“ googeln.

  • Website genau analysieren: Rechtschreibfehler, seltsame URLs oder auffällige Grammatik können Hinweise auf Betrug sein.

  • Mit Kreditkarte zahlen: Diese bietet meist besseren Schutz bei Rückbuchungen als Debitkarten oder Zahlungs-Apps.

  • Keine Nachzahlungen akzeptieren: Nach dem Kauf sollten keine zusätzlichen „Zollgebühren“ verlangt werden. Das ist fast immer ein Warnsignal.

  • Belege sichern: Werbebild, Bestellbestätigung und Trackingnummer speichern – für mögliche Streitfälle mit dem Kreditkartenanbieter oder Meldung bei BBB Scam Tracker.


Fazit

Tarife und Zölle sind ein beliebter Vorwand von Online-Betrügern. Wer sich bei unbekannten Shops Zeit für eine kurze Recherche nimmt und auf seriöse Zahlungsmethoden setzt, kann viel Ärger vermeiden.

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