Kartoffeln gehören zur deutschen Küche wie Brot und Butter – ob als Bratkartoffeln, Salat oder klassisch als Püree. Doch für Menschen, die sich bewusst kohlenhydratarm ernähren wollen, waren Kartoffeln bisher ein Tabu. Genau hier setzt ein junges Unternehmen aus Greifswald an: Das Start-up „LowCa“ hat ein Kartoffelprodukt entwickelt, das nur rund fünf Prozent Kohlenhydrate enthält – und trotzdem wie Kartoffelpüree schmeckt.
Die Idee: Kartoffelgenuss trotz Low-Carb-Diät
„Viele Menschen möchten gesünder essen, Gewicht reduzieren oder ihren Blutzuckerspiegel stabil halten“, sagt einer der Gründer von LowCa. Doch dabei müssten sie oft auf ihre Lieblingsgerichte verzichten – wie etwa klassisches Kartoffelpüree. Das Greifswalder Team hat sich deshalb gefragt: Geht Kartoffel auch anders?
In monatelanger Entwicklung entstand schließlich ein Püree auf Basis speziell verarbeiteter Zutaten, das im Geschmack dem Original sehr nahe kommt, aber mit einem Bruchteil der üblichen Kohlenhydrate auskommt. Statt 15 bis 20 Prozent wie bei herkömmlichen Kartoffeln, enthält das LowCa-Produkt nur etwa fünf Prozent – und ist damit auch für Low-Carb- und Keto-Ernährungsformen geeignet.
Wie funktioniert’s?
Das genaue Verfahren ist natürlich ein Geschäftsgeheimnis – doch laut den Gründern basiert die Rezeptur auf einer speziellen Kartoffelsorte, Ballaststoffen und pflanzlichen Zusätzen, die dem Produkt Konsistenz und Geschmack geben, ohne die typischen Kohlenhydratwerte mitzubringen. Auf Geschmacksverstärker oder künstliche Zusatzstoffe wird dabei verzichtet. Ziel ist es, ein möglichst natürliches und dennoch angepasstes Produkt zu bieten.
Für wen ist das neue Püree interessant?
LowCa richtet sich an eine breite Zielgruppe: Fitnessbegeisterte, Diabetiker, Menschen mit Insulinresistenz oder einfach alle, die Kohlenhydrate reduzieren wollen, ohne auf Genuss zu verzichten. Auch in Restaurants oder bei Großküchen könnte das Produkt künftig eine Alternative zum herkömmlichen Püree sein – mit gesundheitlichem Mehrwert.
Vom Greifswalder Labor in die Regale?
Noch wird das Low-Carb-Kartoffelpüree über die eigene Website und ausgewählte Händler vertrieben. Doch das Start-up plant bereits die Ausweitung der Produktion und Gespräche mit Supermarktketten laufen. Der Traum: „Wir wollen zeigen, dass gesunde Ernährung nicht Verzicht bedeuten muss“, so das Team. Vielleicht wird das neue Püree ja bald ein fester Bestandteil deutscher Speisepläne – nicht als Ersatz, sondern als zeitgemäße Ergänzung einer traditionsreichen Zutat.
Fazit
Mit ihrer kohlenhydratarmen Kartoffelalternative trifft das Start-up LowCa den Nerv der Zeit: gesundheitsbewusst, innovativ und regional verankert. Eine Greifswalder Idee, die zeigt, wie sich alte Klassiker modern denken lassen – und dabei sowohl Geschmack als auch Ernährungswünsche respektieren.