Rapper 50 Cent hat öffentlich angekündigt, persönlich bei US-Präsident Donald Trump zu intervenieren, um eine mögliche Begnadigung seines langjährigen Rivalen Sean „Diddy“ Combs zu torpedieren. In scharfen Social-Media-Posts machte 50 Cent am 30. Mai klar, dass er alles daran setzen will, Diddy keine politische Rettungsleine zu gönnen, während dieser sich in einem der schwerwiegendsten Prozesse seiner Karriere verantworten muss.
50 Cent: „Trump soll wissen, was das für ein Typ ist“
Combs steht aktuell in New York vor Gericht – angeklagt wegen Sexhandel, Zuhälterei, Erpressung und organisierter krimineller Aktivitäten. Er plädiert auf nicht schuldig. Doch während die Justiz arbeitet, wirft sich nun 50 Cent in den Ring – nicht im Studio, sondern auf dem politischen Spielfeld.
In einem Instagram-Post reagierte er auf eine Journalistenfrage an Trump, ob dieser eine Begnadigung Diddys erwäge. Der Präsident hatte geantwortet, dass er sich „die Fakten anschauen“ würde. Daraufhin kündigte 50 Cent an, Trump direkt zu kontaktieren:
„Diddy hat richtig übel über Trump gesprochen. Ich werde ihm klarmachen, was das für ein Typ ist.“
„Donald vergisst nichts“
In einem zweiten Post wurde der Rapper noch deutlicher:
„Donald reagiert nicht gut auf Respektlosigkeit – und er vergisst nicht, wer sich gegen ihn stellt.“
Er postete außerdem einen Screenshot eines Artikels, in dem ihm vorgeworfen wurde, Diddys Begnadigung „nuklear zu vernichten“. Seine Antwort: „Ich hab nie gesagt, ich zerstöre was – ich stelle nur sicher, dass Trump die Wahrheit kennt.“
Ein Justizdrama mit politischer Zündschnur
Der Fall Combs hat längst politische Dimensionen angenommen. Präsident Trump erklärte, man habe ihn zwar nicht um eine Begnadigung gebeten, aber:
„Wenn ich denke, jemand wurde ungerecht behandelt – egal, ob er mich mag oder nicht – schaue ich mir das an.“
Doch Verfassungsrechtler Brian Kalt betont: Trump könnte Combs tatsächlich begnadigen, selbst wenn noch kein Urteil gesprochen wurde. Präventive Begnadigungen seien bei Bundesstrafsachen möglich und vom Supreme Court abgesegnet.
Offene Rechnung unter Superstars
Der Konflikt zwischen 50 Cent und Diddy ist seit Jahren bekannt – nun eskaliert er auf einer ganz neuen Ebene. Was früher mit Diss-Tracks und Seitenhieben begann, ist nun zum Kampf um politische Gunst und öffentliche Wahrnehmung geworden. 50 Cent nutzt seine Nähe zur Macht, um Diddy endgültig zu Fall zu bringen – und scheut nicht davor zurück, dabei die höchste politische Instanz der USA zu mobilisieren.
Inmitten eines laufenden Prozesses gegen einen der einflussreichsten Musikmogule der letzten Jahrzehnte, wird deutlich: Hier geht es nicht mehr nur um Schuld oder Unschuld. Es geht um Einfluss, Macht und öffentliche Vernichtung.