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Tommy Paul schreibt US-Tennisgeschichte in Roland Garros

marksontennis (CC0), Pixabay

Der US-Amerikaner Tommy Paul hat mit einem dominanten 6:3, 6:3, 6:3-Sieg über den Australier Alexei Popyrin Tennisgeschichte geschrieben. Als erster amerikanischer Spieler seit Andre Agassi im Jahr 2003 erreichte Paul das Viertelfinale der French Open – eine 22 Jahre andauernde Durststrecke auf dem roten Sand von Paris ist damit beendet.

Dabei glänzte der Weltranglisten-12. nicht nur durch Konstanz, sondern auch durch Effizienz: Nach fast 11 Stunden Spielzeit in den ersten drei Runden – darunter zwei kräftezehrende Fünfsatzmatches – beendete Paul sein Achtelfinale in weniger als zwei Stunden.

„Es war wirklich befreiend, mal keinen Fünfsatz-Krimi zu spielen“, sagte der 28-Jährige nach dem Match. „Ich fühle mich gut, frisch – das ist wichtig in der zweiten Turnierwoche.“

Komplettiert den Oberflächen-Hattrick

Mit diesem Erfolg ist Paul nun der einzige aktive US-Spieler, der auf allen drei Belägen – Hartplatz, Rasen und Sand – mindestens das Viertelfinale eines Grand Slams erreicht hat. 2023 stand er im Halbfinale der Australian Open, 2024 im Viertelfinale von Wimbledon.

Matchverlauf: Kontrolle ab dem ersten Satz

Obwohl Paul früh mit einem Break zurücklag, fand er schnell ins Spiel zurück. Sein Bewegungsvermögen und präzises Angriffstennis setzten Popyrin zunehmend unter Druck. Der Australier, sichtlich frustriert, fand kein Mittel gegen Pauls variantenreiche Rückschläge und eine immer aggressivere Rückhand.

Besonders Popyrins zweiter Aufschlag entpuppte sich als Schwachstelle – ein gefundenes Fressen für den Amerikaner, der früh im zweiten Satz erneut den Aufschlag abnahm und das Spielgeschehen kontrollierte. Im dritten Satz zog Paul souverän auf 3:0 davon und ließ nichts mehr anbrennen.

Nächster Gegner: Alcaraz oder Shelton

Im Viertelfinale trifft Paul nun entweder auf den Titelverteidiger und Weltranglistenzweiten Carlos Alcaraz oder auf seinen Landsmann Ben Shelton – eine Herausforderung, der sich Paul mit Rückenwind stellen kann.

Mit diesem historischen Einzug schreibt Paul nicht nur persönliche, sondern auch amerikanische Tennisgeschichte, und könnte zum Hoffnungsträger auf dem traditionell schwierigsten Grand Slam für US-Herren avancieren.

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