In der westrussischen Region Brjansk nahe der ukrainischen Grenze hat sich ein schweres Zugunglück ereignet. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, rund 30 weitere wurden verletzt, wie russische Behörden mitteilten.
Das Unglück geschah, als eine Straßenbrücke über den Gleisen plötzlich einstürzte und dabei einen vorbeifahrenden Zug zum Entgleisen brachte. Laut Medienberichten soll es unmittelbar vor dem Einsturz eine Explosion gegeben haben. Die staatliche Eisenbahngesellschaft sprach von einem „rechtswidrigen Eingriff“ in den Bahnverkehr.
Ob es sich dabei um Sabotage handelt, ist derzeit noch unklar. Der Unglücksort liegt nur etwa 80 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu mutmaßlichen Anschlägen auf russischem Gebiet gekommen, die teils ukrainischen Geheimdiensten zugeschrieben wurden – als Teil der Reaktion auf den seit über drei Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Die genauen Hintergründe des Vorfalls werden nun von den zuständigen Stellen untersucht. Für die Angehörigen der Opfer ist es ein weiterer schmerzhafter Tag in einem von Konflikten erschütterten Grenzgebiet.