In der ehrwürdigen Paulskirche, Symbolort der deutschen Demokratie, wurde heute Mittag der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis an Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Boxweltmeister, verliehen. Die Auszeichnung würdigt Klitschkos herausragenden Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte – sowohl in der Ukraine als auch darüber hinaus.
Die Laudatio hielt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der Klitschko nicht nur als Symbol für Widerstandskraft, sondern auch als glaubwürdige Stimme eines Volkes würdigte, das unter schwierigsten Bedingungen für seine Unabhängigkeit und seine demokratischen Werte kämpft. „Vitali Klitschko steht für Mut, Klarheit und Verantwortung – Eigenschaften, die in dunklen Zeiten Orientierung geben“, sagte Pistorius.
Seit Beginn der russischen Invasion ist Klitschko nicht nur Bürgermeister einer bedrohten Hauptstadt, sondern auch zu einem der international bekanntesten Gesichter des ukrainischen Widerstands geworden. Mit klaren Worten, unermüdlichem Einsatz und hoher persönlicher Präsenz ist er für viele Bürgerinnen und Bürger in Kiew ein Halt – und für die internationale Gemeinschaft ein mahnender Botschafter der Freiheit.
Der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis, benannt nach dem österreichischen Schriftsteller und Humanisten, wird alle zwei Jahre verliehen und ehrt Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für Menschlichkeit und Gerechtigkeit einsetzen. Klitschko reiht sich damit in eine Liste international hochgeachteter Preisträger ein.
Die Verleihung in der Frankfurter Paulskirche – Ort der ersten deutschen Nationalversammlung – verlieh dem Festakt besondere Symbolkraft: Ein Zeichen dafür, dass der Kampf für demokratische Werte nicht an Landesgrenzen endet – und dass auch inmitten von Gewalt und Krieg die Menschlichkeit nicht verloren gehen darf.