In Kanada breiten sich die Waldbrände infolge anhaltender Trockenheit und starker Winde immer weiter aus. Wie aus dem aktuellen nationalen Waldbrandbericht hervorgeht, lodern derzeit über 120 Brandherde im ganzen Land – etwa die Hälfte davon gilt als außer Kontrolle.
Besonders betroffen sind die Prärieprovinzen Manitoba und Saskatchewan, wo bereits Zehntausende Menschen evakuiert wurden. Inzwischen hat sich die Lage auch im Westen Kanadas dramatisch zugespitzt: Bewohner in Alberta und British Columbia wurden ebenfalls aufgerufen, gefährdete Gebiete umgehend zu verlassen.
Extreme Witterung befeuert Flammen
Die Behörden machen eine Kombination aus außergewöhnlicher Trockenheit, hohen Temperaturen und böigem Wind für die rasante Ausbreitung der Brände verantwortlich. Meteorologen warnen, dass sich die Lage in den kommenden Tagen weiter zuspitzen könnte – auch weil neue Gewitter erwartet werden, die weitere Brände entfachen könnten, ohne nennenswerten Regen zu bringen.
Zahlreiche Straßen wurden gesperrt, Schulen geschlossen, und in vielen Regionen ist die Luftqualität stark beeinträchtigt. Feuerwehren, Katastrophenschutz und das Militär sind landesweit im Einsatz. In mehreren Provinzen gilt der Notstand.
Die Waldbrandsaison in Kanada hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verlängert – eine Entwicklung, die Experten in engem Zusammenhang mit dem Klimawandel sehen.