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Chinesischer Gleitschirmflieger überlebt angeblich unfreiwilligen Flug auf 8.500 Meter Höhe

garten-gg (CC0), Pixabay

Ein chinesischer Gleitschirmpilot behauptet, bei einem Testflug über den Qilian-Bergen im Nordwesten Chinas versehentlich auf eine Höhe von 8.500 Metern – fast so hoch wie der Mount Everest – aufgestiegen zu sein. Die dramatischen Ereignisse vom vergangenen Samstag wurden von einer Kamera auf seinem Gleitschirm festgehalten und sorgten auf der chinesischen Plattform Douyin (dem chinesischen TikTok) für virale Aufmerksamkeit.

Peng Yujiang, 55 Jahre alt und seit viereinhalb Jahren als Gleitschirmflieger aktiv, schilderte dem chinesischen Staatssender CMG die gefährliche Situation. Demnach war er ursprünglich auf rund 3.000 Metern unterwegs, als ihn ein seltener Aufwind – bekannt als „Cloud Suck“ – plötzlich in ein massives Wolkenfeld zog und rund 5.000 Meter in die Höhe schleuderte.

„Alles war weiß. Ich konnte keine Richtung erkennen. Ohne Kompass hätte ich nicht gewusst, wohin ich fliege. Ich dachte, ich fliege geradeaus, dabei habe ich mich im Kreis gedreht“, sagte Peng. Temperaturen in dieser Höhe können bis zu -40 °C erreichen, und die dünne Luft birgt akute Lebensgefahr durch Sauerstoffmangel. „Ich wollte schnell runter, aber ich konnte nicht. Ich wurde immer weiter nach oben gezogen.“

Das veröffentlichte Video zeigt Peng mit vereister Schutzkleidung, dickem Helm und Eiskristallen im Gesicht – Aufnahmen, die nicht nur in China, sondern auch international Aufsehen erregten. Allerdings gibt es Zweifel an der Echtheit der Bilder. Der US-Sender NBC stellte fest, dass in der viralen Version des Videos ein Logo eines KI-Unternehmens entfernt worden sei. Auch die BBC entfernte das Video inzwischen aus ihrem Beitrag, da noch eine Verifizierung aussteht.

Trotz der Unsicherheiten berichteten mehrere chinesische Medien übereinstimmend über das Ereignis. Laut der regierungsnahen Global Times wurde Peng für sechs Monate vom Flugbetrieb suspendiert, da sein Höhenflug nicht autorisiert war. Behörden ermitteln nun, ob es sich tatsächlich um einen realen Vorfall oder möglicherweise um manipuliertes Material handelt.

Ob spektakuläre Rettung oder geschicktes Storytelling – die Episode hat eine Debatte über Sicherheitsstandards im Freizeitsport sowie über die Grenzen digitaler Authentizität ausgelöst.

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