Die Zahl der Straftaten gegen Mitarbeitende der Deutschen Bahn und Bundespolizisten ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion hervor.
Demnach haben im Jahr 2024 insgesamt 3.151 Bahnmitarbeitende und externe Sicherheitskräfte Anzeige wegen Körperverletzung, Bedrohung oder anderen Übergriffen erstattet – ein Anstieg um rund 400 Fälle gegenüber dem Vorjahr (2023: ca. 2.750 Anzeigen).
Auch die Bundespolizei verzeichnete einen Zuwachs: 10.726 Polizistinnen und Polizisten wurden 2024 Opfer von Straftaten – im Vergleich zu 9.641 im Jahr 2023. Das entspricht einem Anstieg von über 11 Prozent.
Gewerkschaften fordern besseren Schutz
Gewerkschaften und Berufsverbände zeigen sich angesichts dieser Entwicklung besorgt. Sie fordern bessere Schutzmaßnahmen für Einsatzkräfte und Bahnpersonal, darunter mehr Sicherheitskräfte an Bahnhöfen, Deeskalationstrainings sowie härtere Strafen bei Übergriffen.
Die Zahlen zeigen laut Linken-Innenpolitikerin Martina Renner eine bedenkliche Verrohung gegenüber Menschen im öffentlichen Dienst. „Wer diejenigen angreift, die unsere Sicherheit garantieren oder für Ordnung sorgen, greift die Gesellschaft als Ganzes an“, so Renner.
Das Bundesinnenministerium kündigte an, die Datenlage weiter auszuwerten und mit den Ländern über gezielte Präventionsmaßnahmen zu beraten.