Aktenzeichen: 1507 IN 1915/25 – Amtsgericht München
München, 28. Mai 2025 – Die Tiba Group Services GmbH, mit Geschäftssitz in der Perchtinger Straße 10 in München und vertreten durch ihren Geschäftsführer, ist in finanzielle Turbulenzen geraten. Auf Antrag der Gesellschaft selbst wurde beim Amtsgericht München die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt – ein Schritt, der nun in einem gerichtlichen Sicherungsbeschluss mündete.
Um 14:00 Uhr ordnete das Insolvenzgericht München zur Sicherung des Schuldnervermögens eine vorläufige Insolvenzverwaltung gemäß § 21 der Insolvenzordnung (InsO) an. Diese Maßnahme soll verhindern, dass vor einer endgültigen Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens Vermögenswerte entzogen oder in ihrer Verwertung beeinträchtigt werden.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. jur. Fabian Vielsäcker mit Kanzleisitz in der Schäfflerstraße 3, 80333 München, bestellt. Ihm obliegt ab sofort die Kontrolle über wesentliche wirtschaftliche Vorgänge des Unternehmens. Er entscheidet darüber, ob bestimmte Verfügungen der Schuldnerin – etwa Zahlungseingänge oder Auszahlungen – wirksam werden dürfen. Ohne seine Zustimmung bleiben entsprechende Handlungen unwirksam.
Besonders hervorgehoben wurde im gerichtlichen Beschluss, dass auch die Einziehung von Außenständen, also fälligen Forderungen gegenüber Dritten, nur noch mit Zustimmung des Insolvenzverwalters erfolgen darf. Damit wird verhindert, dass einzelne Gläubiger bevorzugt behandelt werden oder Vermögenswerte unkoordiniert entzogen werden.
Der Antrag wurde vom Rechtsanwalt Linden Rasmus, Radlkoferstraße 2, 81373 München, als Verfahrensbevollmächtigter der Tiba Group Services GmbH gestellt. Diese juristische Begleitung unterstreicht, dass das Unternehmen offenbar um eine geordnete Sanierung oder Abwicklung bemüht ist.
Rechtsschutzmöglichkeiten bestehen: Gegen die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung kann binnen zwei Wochen eine sofortige Beschwerde eingelegt werden. Maßgeblich für den Fristbeginn ist die Verkündung, die Zustellung oder die öffentliche Bekanntmachung im Internet auf dem Portal www.insolvenzbekanntmachungen.de. Die Beschwerde muss schriftlich oder zur Niederschrift bei einem Amtsgericht erfolgen. Elektronische Einreichungen sind zulässig, wenn die gesetzlichen Anforderungen an Signatur und Übermittlungsweg erfüllt sind.
Diese Entscheidung ist von großer Tragweite für die Tiba Group Services GmbH, deren wirtschaftliche Zukunft nun unter juristischer Aufsicht steht. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird die Aufgabe haben, den finanziellen Zustand des Unternehmens zu analysieren, Gläubigerinteressen zu wahren und mögliche Sanierungsoptionen auszuloten. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Richtung, in die sich das Unternehmen künftig bewegt – Sanierung oder Abwicklung.