Ein technischer Fehler beim Online-Kartendienst Google Maps hat am Donnerstag bundesweit für Verwirrung und unnötige Umwege gesorgt. Nutzerinnen und Nutzer meldeten auffällige Straßensperrungen auf mehreren Autobahnabschnitten – vor allem rund um die Metropolregionen Hamburg, Berlin und Frankfurt. Die betroffenen Straßenabschnitte wurden in der App rot gepunktet angezeigt, was normalerweise auf Vollsperrungen hindeutet. Doch vor Ort war von einer Sperrung weit und breit nichts zu sehen.
Die fehlerhaften Anzeigen hielten sich über mehrere Stunden und lösten nicht nur bei Autofahrerinnen und Autofahrern, sondern auch in sozialen Netzwerken hitzige Diskussionen aus. Erst am Nachmittag verschwanden die Sperrungsmarkierungen so plötzlich, wie sie aufgetaucht waren.
Ein Google-Sprecher erklärte auf Anfrage, man prüfe derzeit die Ursache für die Falschmeldungen. Ähnliche Störungen hatte es bereits Anfang Mai gegeben: Damals waren mehrere Autobahntunnel in Thüringen fälschlicherweise als geschlossen markiert worden – auch das eine Folge von ungenauen Verkehrsdaten.
Ob es sich bei den heutigen Vorfällen erneut um fehlerhafte Daten von Drittanbietern, eine Panne im Algorithmus oder möglicherweise sogar um Missbrauch von Nutzer-Feedback handelt, ist bislang unklar.
Autofahrer sollten sich laut ADAC bei größeren Sperrungsanzeigen grundsätzlich nicht ausschließlich auf Navigationsdienste verlassen, sondern zusätzlich auf aktuelle Verkehrsmeldungen im Radio oder von offiziellen Stellen achten.