Ein bedeutender Moment für die deutsche Filmkunst: Die Regisseurin Mascha Schilinski wurde bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes mit dem renommierten Preis der Jury ausgezeichnet – für ihren Film „In die Sonne schauen“, der in der Altmark in Sachsen-Anhalt gedreht wurde.
Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) gratulierte der Filmemacherin herzlich und sprach von einem „großartigen Erfolg – nicht nur für das gesamte Filmteam, sondern auch für den Kultur- und Filmstandort Sachsen-Anhalt“. Der Preis unterstreiche das kreative Potenzial der Region und zeige, dass auch abseits der großen Metropolen künstlerisch hochkarätige Werke entstehen können.
Der Film „In die Sonne schauen“ überzeugte die Jury durch seine intensive Bildsprache und emotional eindringliche Erzählweise. Es ist ein stilles Drama über Verlust, Nähe und das Licht, das selbst in dunklen Momenten durchbrechen kann.
Der Hauptpreis von Cannes, die Goldene Palme, ging in diesem Jahr an den iranischen Regisseur Jafar Panahi für seinen Film „Un Simple Accident“ – ein politisch aufgeladener, poetischer Film über Zufall und Verantwortung.
Mit dem Jurypreis für Schilinski feiert Sachsen-Anhalt erstmals einen Cannes-Erfolg auf internationalem Parkett – ein bedeutender Meilenstein für die Filmszene des Bundeslandes und ein starkes Signal für mehr Förderung kreativer Projekte im ländlichen Raum.